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WM-Rechte: Dokumentarfilmer legen Beschwerde ein

dpa HAMBURG. Die Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm (a.g.dok.) will den Kauf der WM-Fußballrechte der öffentlich-rechtlichen Anstalten ARD/ZDF von der Kirch-Gruppe nicht hinnehmen. Die Organisation teilte am Donnerstag mit, sie habe am Vortag bei der EU-Kommission Beschwerde gegen ARD und ZDF eingelegt. Man werde nicht akzeptieren, dass Deutschlands Dokumentarfilmer von den öffentlich-rechtlichen Sendern in die Nähe des Existenzminimums gedrückt werden, während für Fußballrechte das Hundertfache ihres Entgelts gezahlt wird. ARD/ZDF wollen für maximal 25 Spiele der Fußball-WM 2002 etwa 250 Mill. DM an den Kirch bezahlen.

Zur Begründung der Beschwerde hieß es, Rundfunkgebühren seien nach EU-Recht Beihilfen und unterlägen damit strengen Regeln. Die Gelder seien nicht dazu da, "um beim Lizenzpoker private Interessenten mit Phantasiepreisen auszustechen". Der Verband macht geltend, dass die Honorare für Dokumentarfilmmacher seit Jahren stagnierten. Die Entgelte für dokumentarische Auftragsproduktionen seien in den letzten Jahren um rund ein Drittel gesunken. Der dokumentarische Film sei wesentlicher Bestandteil der Kultur- und Informationskompetenz, die die öffentlich-rechtlichen Sender für sich in Anspruch nähmen.

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