Wo Pressefreiheit nur ein Lippenbekenntnis ist
Journalistenkomitee nennt «zehn schlimmste Feinde der Presse»

dpa New York. Zum Welttag der Pressefreiheit am Donnerstag hat das Komitee zum Schutz von Journalisten (CPJ) das geistliche Oberhaupt Irans, Ayatollah Ali Khamenei, und den chinesischen Präsidenten Jiang Zemin ganz oben auf die Liste der zehn größten Feinde der Presse gesetzt. Das Komitee mit Sitz in New York will mit der Liste auf diejenigen Staatsmänner und Politiker aufmerksam machen, die für den gröbsten Missbrauch der Medien verantwortlich seien.

Zu den «schlimmsten Feinden» gehören laut CPJ der Staatspräsident von Liberia, Charles Taylor, Zimbabwes Präsident Robert Mugabe sowie der russische Präsident Wladimir Putin. Putin würde zwar Lippenbekenntnisse über Pressefreiheit ablegen, in Wahrheit jedoch journalistische Kritik ersticken und die freie Presse zerstören, heißt es in der Begründung.

Unter den «Top Ten» sind auch der Chef der rechtsgerichteten Selbstverteidigungskräfte Kolumbiens (AUC), Carlos Castano, und der ukrainische Präsident Leonid Kutschma. Einen Dauerplatz auf der Liste haben schon Kubas Präsident Fidel Castro, seit sieben Jahren «größter Feind» der Presse, Tunesiens Staatspräsident Zine el Abidine Ben Ali (seit vier Jahren gelistet) und der malaysische Ministerpräsident Mahathir Mohamad, der seit drei Jahren vom Komitee genannt wird.

>«Ob hinterlistig oder offen und dreist: diese Politiker versuchen, ihre Macht zu erhalten, indem sie Informationen kontrollieren und Kritik unterdrücken», sagte die Direktorin des Komitees, Ann Cooper.

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