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Wochenausblick: An der Börse kehrt vorweihnachtliche Ruhe ein

Spätestens nach Ablauf des "dreifachen Hexensabbats" am Freitag ist die Weihnachtsruhe an der Börse eingekehrt. Die beiden traditionell umsatzärmsten Wochen auf dem Parkett vor Weihnachten und vor Silvester versprechen auch im Jahr 2004 keine Ausnahme zu werden.

dpa-afx FRANKFURT. Spätestens nach Ablauf des "dreifachen Hexensabbats" am Freitag ist die Weihnachtsruhe an der Börse eingekehrt. Die beiden traditionell umsatzärmsten Wochen auf dem Parkett vor Weihnachten und vor Silvester versprechen auch im Jahr 2004 keine Ausnahme zu werden. Experten rechnen dabei überwiegend mit einer verhalten freundlichen Tendenz und weniger mit sinkenden Kursen.

Der Blick auf die historische Kursentwicklung zeigt sogar, dass der Dax in den vergangenen 40 Jahren in den letzten zehn Handelstagen des Jahres durchschnittlich um 1,9 Prozent zulegen konnte, wie Analyst Andreas Huerkamp von der Landesbank Rheinland-Pfalz berechnete.

Kein Grund ZUR Sorge UM DIE Konjunktur

Das fundamentale und geldpolitische Umfeld bietet nach Ansicht der Bankgesellschaft Berlin kaum Anlass für übertriebene Sorgen. Angesichts weitgehend stabiler Konjunkturdaten und überwiegend positiver gesamtwirtschaftlicher Rahmendaten sei in der Eurozone mit einer Fortsetzung des moderaten Wirtschaftswachstums und mit begrenzten Inflationsrisiken zu rechnen.

Mit großem Interesse werden aber weiterhin der Ölpreis und der Dollar beobachtet - im Nordosten der USA ist inzwischen der Winter eingekehrt. Am Montag könnten Informationen des Einzelhandelsverbandes HDE über den Weihnachtsverkauf am letzten Adventswochenende in Deutschland die Einzelhandelswerte beeinflussen.

Fusionswelle IN DEN USA Sorgt FÜR Erwartungen

Hinzu kommt eine Fusionswelle, die derzeit über die amerikanische Wirtschaft rollt und bald auch Europa erreichen könnte, wie die Commerzbank in einer Markteinschätzung mitteilte. Nach der Mobilfunkfusion zwischen Nextel und Sprint zum drittgrößten Mobilfunkanbieter und der Übernahme von AT & T Wireless durch Cingular Wireless zum Marktführer in den USA könnte sich die Branche auch in Europa vor einem Umbruch befinden.

Mit dem Übernahmeangebot der Deutschen Börse an die Londoner Börse (LSE) dämmert bereits eine neue Großfusion unter den europäischen Börsenbetreibern am Horizont. Marktbeobachter halten eine Entscheidung in der kommenden Woche aber eher für unwahrscheinlich.

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