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Wochenausblick: Börsianer rechnen mit ruhiger Woche - Blick auf Greenspan

Nach dem Ende der Berichtssaison im DAX warten Börsianer in der ersten vollständigen Handelswoche im September vor allem auf die Reaktion der US-Zentralbank auf die jüngsten Arbeitsmarktdaten. Ende vergangener Woche vorgelegte Beschäftigtenzahlen waren uneinheitlich ausgefallen. Nun spekulieren Marktteilnehmer, ob am Mittwoch bei seiner Rede vor dem Repräsentantenhaus US-Notenbankchef Alan Greenspan seine bisherige Einschätzung der Konjunkturentwicklung beibehalten wird.

dpa-afx FRANKFURT. Nach dem Ende der Berichtssaison im DAX warten Börsianer in der ersten vollständigen Handelswoche im September vor allem auf die Reaktion der US-Zentralbank auf die jüngsten Arbeitsmarktdaten. Ende vergangener Woche vorgelegte Beschäftigtenzahlen waren uneinheitlich ausgefallen. Nun spekulieren Marktteilnehmer, ob am Mittwoch bei seiner Rede vor dem Repräsentantenhaus US-Notenbankchef Alan Greenspan seine bisherige Einschätzung der Konjunkturentwicklung beibehalten wird.

Auch die Deutsche Bank rechnet damit, dass sich der Markt zu Wochenbeginn über die jüngsten US-Arbeitsmarktdaten eine Meinung bilden wird. Mit der Veröffentlichung des so genannten Beige Book am Dienstag gibt es weitere Anhaltspunkte über den Zustand der US-Konjunktur. Zudem beschäftigen sich die Börsianer mit den Auftragseingängen und der Industrieproduktion in Deutschland. Zum Wochenschluss soll dann die Juni-Handelsbilanz der USA die Aufmerksamkeit auf sich ziehen, vermutet die Deutsche Bank.

Auf einen weiteren bestimmenden Faktor verweist Aktienhändler Thomas Brandt vom Bankhaus Seydler. "In dieser Woche werden wieder die alten Karten gespielt." Vor allem der Ölpreis werde nach seiner Schätzung die Richtung bestimmen. "Wenn ich daran denke, dass wir am Montag Feiertag in den USA haben, rechne ich mit einer ähnlich ruhigen Woche wie der vergangenen." Wegen des Labor Day wird die Wall Street erst mit Verspätung in die Handelswoche starten.

Nach Ansicht der Commerzbank ist deshalb eher nicht mit Kursgewinnen zu rechen. Der September ist traditionell ein schwieriger Monat, so die Experten. Nicht nur, dass die Märkte mit der seit längerem sichtbaren Kursschwäche zu kämpfen hätten. Fondsmanager in den USA würden traditionell für zusätzliche Unruhe sorgen, indem sie verlustreiche Aktien verkauften, um Kursgewinne mit anderen Titeln wegen der Steuer auszugleichen.

Für Gesprächsstoff dürfte bei T-Online die jüngste Personal-Entwicklung bei dem Internetanbieter sorgen. Vorstands-Chef Thomas Holtrop, der bislang als Gegner eines Aktienrückkauf durch die Muttergesellschaft Telekom galt, war am Freitag überraschend zurück getreten.

Den übrigen Nachzüglern aus dem In- und Ausland, die bislang noch keine Quartalsbilanz vorgelegt haben, billigen Börsianer nur in wenigen Fällen eine größter Bedeutung zu. Zu den deutschen Unternehmen, deren Zwischenbilanzen anstehen gehören Escada und Bertelsmann. Im Ausland warten mit ihren Halbjahresbilanzen Swiss Life Holding und Credit Agricole auf. Zudem hat Texas Instruments seinen Zwischenbericht zum laufenden Quartal angekündigt./so/sk

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