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Wochenausblick: Dax braucht zum Sprint auf neue Jahreshöchststände wohl Hilfe

Den Sprint auf neue Jahreshöchststände wird der deutsche Aktienindex Dax in der kommenden Woche wohl nur mit entsprechender Unterstützung von Ölpreis und Euro fortsetzen können.

dpa-afx FRANKFURT. Den Sprint auf neue Jahreshöchststände wird der deutsche Aktienindex Dax in der kommenden Woche wohl nur mit entsprechender Unterstützung von Ölpreis und Euro fortsetzen können. "Voraussetzung für weiter steigende Kurse an der deutschen Börse ist ein günstiger Rohölpreis und eine Abschwächung des Euro-Höhenfluges", sagte Akienstratege Bernd Riedel von der Commerzbank.

Nach Vorlage enttäuschender US-Arbeitsmarktdaten am Ende der vergangen Woche hängt die deutsche Börse nun am Tropf weiterer US-Konjunkturdaten und der jeweiligen Reaktion der Wall Street, wie ein Händler in Frankfurt sagte. "Die Unsicherheit der Marktteilnehmer bleibt vorerst bestehen."

In den USA sind in der kommenden Woche vor allem die von der Universität Michigan ermittelten Daten zur Verbraucherstimmung im Fokus. Auf der Agenda der Investoren stehen außerdem die jüngsten Daten zur Produktivität, die Verbraucherkredite, Im- und Exportpreise, die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sowie die Oktoberdaten zum Großhandel und der EIA-Ölmarktbericht.

Trotz des enttäuschenden US-Arbeitsmarktberichts vom Freitag erwarten die Analysten der Landesbank Rheinland Pfalz, dass sich der Dax im Bereich der 4 200 Punkte halten wird. Mit dem Rückgang des Ölpreises habe ein Hauptbelastungsfaktor für die Aktienmärkte deutlich an Kraft verloren.

Auch die Experten der Bankgesellschaft Berlin (BGB) äußerten sich optimistisch: "Die Charttechnik hat sich während der zurückliegenden Wochen kontinuierlich verbessert." Dies lasse die Chance auf einen nachhaltigen Ausbruch aus der seit dem Frühjahr etablierten Seitwärtsbewegung deutlich steigen. "Die Stimmung im internationalen Aktienumfeld dürfte freundlich bleiben und für weitere Kursimpulse sorgen", so die BGB-Prognose.

Von Unternehmensseite wird in der kommenden Woche wenig Spektakuläres erwartet. Porsche wird am Mittwoch auf der Bilanzpressekonferenz erläutern, wie der Konzern langfristig auf einen schwächeren Dollar reagieren will. Basf erläutert am selben Tag die Auswirkungen der Umstellung der Bilanzierung auf Ifrs. Am Donnerstag wird dann die Lufthansa bei Vorlage der November-Verkehrszahlen offenbaren, ob die positive Entwicklung des Vormonats angehalten hat.

In den USA wird der Quartalszwischenbericht von Texas Instruments nach dem positiven Ausblick des weltgrößten Chipbauers Intel nach Meinung der LRP keine großen Überraschungen mehr bringen. Die Quartalszahlen von National Semiconductor könnten laut LRP am Donnerstag Indizien für die Entwicklung bei Infineon geben.

Auf Seiten der deutschen Konjunktur wird die Nachrichtenflut der Vorwoche um vereinzelte Daten ergänzt. Am Dienstag wird das monatliche Konjunkturbarometer des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung in Mannheim (ZEW) und am Donnerstag das Konjunkturbarometer Instituts für Wirtschaftsforschung.

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