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WOCHENAUSBLICK: Erholung im DAX erwartet - Unsicherheiten dauern an

FRANKFURT (dpa-AFX) - Anhaltende Unsicherheit wird den deutschenAktienhandel in einer feiertagsbedingt relativ ruhig erwarteten Woche prägen.Der hohe Ölpreis und neue Konjunkturdaten aus den USA, die die Sorge über eineLeitzinserhöhung festigen könnten, sind auch in dieser Woche die Ursache.Trotzdem gehen Experten davon aus, dass sich der geschwächte deutsche LeitindexDAX erholen dürfte.

Einerseits sei auf Grund dieser großen Unsicherheiten ein neues Jahrestiefmöglich, andererseits würden dann sehr wahrscheinlich Schnäppchenjäger die Börsewieder nach oben ziehen und letztlich für eine Erholung sorgen, vermutetAktienstratege Berndt Fernow von der Landesbank Baden-Württemberg. Auch seinKollege von der Commerzbank, Markus Morsch, glaubt mit Blick auf die Gesamtwocheeher an eine Erholung. "Es herrscht eine schlechte Stimmung am Markt, aber dasist wiederum auch eine klassische Phase für Investitionen", sagt er und verweistebenfalls auf den Ölpreis und die Zinssorgen. "Viel Negatives ist inzwischeneingepreist, und so ist ein neuer Ausbruch des DAX in Richtung 4.000 Punktedemnächst wieder möglich."

Die größten Handelsumsätze werden zu Wochenbeginn erwartet, bevor sich einwohl großer Teil der Investoren zu "Christi Himmelfahrt" in ein verlängertesWochenende verabschiedet. Die Börsen in Deutschland und in den USA bleiben zwargeöffnet, aber wenn es nicht zu kräftigen Kursrutschen kommt, wird es lautHändlern erfahrungsgemäß ruhig bleiben. "Die Berichtssaison ist fast vorbei,seitens der Konjunktur gibt es auch nichts richtig Spannendes und daher werdendie Impulse großteils fehlen", sagt Stratege Morsch.

Auf der Tagesordnung stehen in erster Linie relativ unspektakuläreHauptversammlungen und ein paar wenige Quartalsbilanzen von Unternehmen aus MDAX und TecDAX . So werden am Montag Hannover Rück und UnitedInternet Quartalszahlen veröffentlichen. Am Dienstag laden die Telekom , TUI und Linde zur Hauptversammlung ein. Außerdemgibt das Mannheimer Forschungsinstitut ZEW die Konjunkturstimmung für den MonatMai bekannt, auf die der Markt mit Spannung wartet.

Am Donnerstag stehen einige Konjunkturdaten aus den USA an. Diese werden injedem Fall für Verunsicherung sorgen, egal ob sie positiv oder negativausfallen. "Sind die Konjunkturdaten schwach, wird die Marktstimmung belastet,weil das auf die Zuversicht in die wirtschaftliche Erholung drückt. Falls siegut ausfallen, dann werden sofort wieder Zinsängste wach und sorgen fürpessimistische Stimmung", erklärt Fernow. Am Ende der Woche wird die OPECschließlich bei einem informellen Treffen über eine Erhöhung der Ölfördermengenberaten.

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