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Wochenausblick: Hoher Ölpreis hat die Aktienmärkte weiter fest im Griff

(dpa-AFX) Frankfurt - Der anhaltende Höhenflug der Ölpreise dürfte sich auch in der neuen Börsenwoche als Bremse für die deutschen Aktienmärkte erweisen. Vor allem die Branchen Luftfahrt und Automobil, die abhängig von der Entwicklung der Ölpreise sind, könnten Börsianern zufolge unter Druck geraten. "Ein Ölpreis über 40 Dollar stellt eine Belastung für die Märkte dar, weil durch hohe Rohstoffpreise die Konjunkturerholung abgewürgt werden könnte", erklärt Marktstratege Stefan Schiesser von der DZ Bank.

(dpa-AFX) Frankfurt - Der anhaltende Höhenflug der Ölpreise dürfte sich auch in der neuen Börsenwoche als Bremse für die deutschen Aktienmärkte erweisen. Vor allem die Branchen Luftfahrt und Automobil, die abhängig von der Entwicklung der Ölpreise sind, könnten Börsianern zufolge unter Druck geraten. "Ein Ölpreis über 40 Dollar stellt eine Belastung für die Märkte dar, weil durch hohe Rohstoffpreise die Konjunkturerholung abgewürgt werden könnte", erklärt Marktstratege Stefan Schiesser von der DZ Bank.

Vorsicht dürften die Börsianer zudem vor der Sitzung der US-Notenbank walten lassen. Der Markt rechnet überwiegend mit einer moderaten Zinserhöhung um 25 Basispunkte. Genau hinhören wird der Finanzmarkt insbesondere, wenn die Währungshüter ihre Entscheidung erläutern.

Von Interesse werden für die Anleger auch die Zahlen zum Wirtschaftswachstum in Deutschland sein. Daneben werden sie ihren Blick auf eine Vielzahl von Unternehmenszahlen richten. In den USA geben unter anderem Walt Disney < DIS.NYS > < WDP.ETR > , Cisco Systems < Csco.NAS > < CIS.FSE > , Dell < Dell.NAS > < Dlca.FSE > und Wal-Mart < WMT.NYS > < WMT.FSE > Zahlen bekannt. In Deutschland berichten zum Beispiel die Deutsche Telekom < DTE.ETR > , Henkel < Hen3.ETR > , Lufthansa < LHA.ETR > , die Deutsche Börse < DB1.ETR > , TUI < TUI.ETR > , RWE < RWE.ETR > , E.ON < EOA.ETR > , MAN < MAN.ETR > und Thyssenkrupp < TKA.ETR > .

Stratege Schiesser ist für die deutschen Unternehmen zuversichtlich: "Bislang haben 18 von 30 DAX-Unternehmen ihre Zahlen vorgelegt und nur zwei haben enttäuscht. Diese positive Tendenz dürfte sich fortsetzen." Die Frage sei allerdings, ob das der Markt auch honorieren werde. Denn dominierendes Thema seien kurzfristig der hohe Ölpreis, aber auch die Arbeitsmarktdaten aus den USA.

Die US-Arbeitsmarktzahlen deuten nach Einschätzung der Allianz auf eine Abschwächung der Konjunkturerholung in den USA hin. "Die Zahlen sind sehr enttäuschend und signalisieren eine Abschwächung des Wirtschaftswachstums im dritten Quartal", sagt Thomas Hofmann von der Allianz Group. Dennoch dürfte sich die Auswirkung der Daten auf den Aktienmarkt in der neuen Börsenwoche Marktstrategen zufolge in Grenzen halten. "In den Kursen ist bereits eine sehr vorsichtige Erwartung zur Konjunktur berücksichtigt", sagt einer der Experten.

Insgesamt zeigen sich Börsianer mit Blick auf die neue Börsenwoche sehr vorsichtig und raten, so wie die Commerzbank, vorerst von Investitionen ab. Andere sehen jedoch langsam den Boden erreicht. "Der DAX < DAX.ETR > dürfte die 3.700er Marke nicht unterschreiten", prognostiziert ein Marktstratege./mw/hi/zb

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