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Wochenausblick: Stimmung der Investoren wird weiter vom Ölpreis abhängen

Die Stimmung der Investoren an deutschen Börsen wird in der nächsten Woche erneut von der Entwicklung des Ölpreises abhängen.

dpa-afx FRANKFURT. Die Stimmung der Investoren an deutschen Börsen wird in der nächsten Woche erneut von der Entwicklung des Ölpreises abhängen. Denn obwohl Analysten wegen des hohen Preisniveaus weder eine Rezession noch einen starken Wachstumsrückschlag befürchten - die psychologische Belastung für das Börsengeschehen ist enorm. "Hier liegt der Schlüssel für eine nachhaltige Stimmungsverbesserung", schreibt die Bankgesellschaft Berlin in einer Studie.

Angesichts der derzeitigen Verunsicherung dürften die Reaktionen auf erste Geschäftsberichte in der anrollenden Berichtssaison mit Spannung erwartet werden. Sparprogramme hätten bereits bei vielen Unternehmen die Erträge verbessert und damit die Voraussetzung für steigende Aktienkurse geliefert, schreibt die Bankgesellschaft Berlin weiter. Wann die Investoren allerdings diese Chancen wahrnehmen würden, hänge wiederum von deren Stimmung ab.

Kursbewegungen AUF Einzeltitel IM Vordergrund

"Insgesamt erwarten wir schon eher einen negativen Nachrichtenfluss", sagte Stratege Andreas Hürkamp von der Landesbank Rheinland-Pfalz (LRP). Er befürchtet in der kommenden Woche neben dem anhaltend hohen Ölpreis auch einen Anstieg des Euros Richtung 1,30. Das dürfte Werte von exportorientierten Unternehmen wie Altana und Schering belasten. Er rechnete jedoch damit, dass sich Investoren bereits an das pessimistische Umfeld gewöhnt hätten. "Kursbewegungen auf Einzeltitel dürften im Vordergrund stehen", sagte er.

Denn in Deutschland rollt die Berichtssaison für das dritte Quartal an - unter anderem werden am Donnerstag Zahlen von Daimler-Chrysler und Volkswagen erwartet. "Da ist der Unsicherheitsfaktor sehr hoch", sagte Hürkamp. Mit einer Gewinnwarnung rechne er jedoch nicht. Die Quartalszahlen der Deutschen Bank am Freitag werden seiner Ansicht nach im Rahmen der Erwartungen ausfallen. Der Markt dürfte wohl positiv reagieren, sagte der Stratege.

IFO-Geschäftsklimaindex Erwartet und BIP AUS DEN USA

Aus den Vereinigten Staaten kommen Geschäftsberichte etwa von Bellsouth , Procter & Gamble , Gillette und Verizon . Die erwarteten Zahlen von Dupont werden Analysten zufolge Impulse vor allem für Basf liefern.

Konjunkturdaten kommen von der GfK, die Gesellschaft gibt am Mittwoch den Konsumklimaindikator für November bekannt. Am Montag wird der ifo Geschäftsklimaindex veröffentlicht, und zum Wochenausklang richtet sich der Blick der Investoren in die USA, wo das Bruttoinlandsprodukt für das dritte Quartal bekannt gegeben wird.

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