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WOCHENAUSBLICK: US-Zinswende allein gibt Märkten keine neue RichtungDPA-Datum: 2004-06-28 08:57:05

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die lange erwartete US-Zinssentscheidung am Mittwoch dürfte allein noch nicht ausreichen, um den Märkten in der bevorstehenden Börsenwoche eine neue Richtung zu geben. Marktteilnehmer rechnen damit, dass die US-Währungshüter die Zinswende mit einer kleinen Leitzinserhöhung von 0,25 Prozentpunkten auf 1,25 Prozent einleiten werden. Die EZB wird demgegenüber in ihrer Ratssitzung am Donnerstag den Leitzins unverändert lassen, so die Prognosen. Den Aktienmärkten fällt es weiterhin schwer, sich im Spannungsfeld zwischen positiver Entwicklung der Weltwirtschaft und inflationsbedingten Zinsängsten zu positionieren.

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die lange erwartete US-Zinssentscheidung am Mittwoch dürfte allein noch nicht ausreichen, um den Märkten in der bevorstehenden Börsenwoche eine neue Richtung zu geben. Marktteilnehmer rechnen damit, dass die US-Währungshüter die Zinswende mit einer kleinen Leitzinserhöhung von 0,25 Prozentpunkten auf 1,25 Prozent einleiten werden. Die EZB wird demgegenüber in ihrer Ratssitzung am Donnerstag den Leitzins unverändert lassen, so die Prognosen. Den Aktienmärkten fällt es weiterhin schwer, sich im Spannungsfeld zwischen positiver Entwicklung der Weltwirtschaft und inflationsbedingten Zinsängsten zu positionieren.

Zwar erhofften sich Börsianer sich von der Greenspan-Entscheidung eine "Entspannung" und das "Ende der Unsicherheit", sagte ein Frankfurter Händler. Ohne zusätzliche Impulse sei allerdings weiterhin eher mit einem Auf und Ab des DAX in einer Spanne zwischen 3.800 und 4.100 Zählern als mit einem klaren Aufwärtstrend zu rechnen. Die Börse werde weiterhin von geopolitischen Risiken belastet.

ANSCHLÄGE BEFÜRCHTET

So könnten Anschläge im Zuge der bevorstehenden Machtübergabe im Irak oder dem NATO-Gipfel in der Türkei den Ölpreis wieder nach oben treiben. "Das Warten auf den Zinsentscheid könnte dann nahtlos in ein Warten auf die US-Arbeitsmarktdaten übergehen", wie Analyst Michael Köhler von der Landesbank-Rheinland Pfalz einschätzt. Er rechnet erst nach Beginn der US-Berichtsaison für das zweite Quartal mit "denkbaren Gewinnüberaschungen", die den Aktienmarkt aus seiner Lethargie reißen könnten.

Im Allgemeinen gelten europäische Aktien hierbei als attraktiver im Vergleich zu amerikanischen Dividendenpapieren - trotz schlechterer Konjunkturdaten in Europa. Der Gewinnzyklus im US-Unternehmenssektor habe den Höhepunkt überschritten, hieß es bei den Strategen der DZ Bank.

SHELL-HAUPTVERSAMMLUNG UND AMGEN-BERICHT

Spannung verspricht die Hauptversammlung des Mineralölkonzerns Royal Dutch-Shell < SHEL.ISE > < SHE1.FSE > am Montag. Der Shell-Konzern hatte jüngst wegen falschbilanzierter Ölreserven seine Führungsspitze auswechseln müssen. Nach wie vor ist der Ölriese aber mit Aktionärsklagen konfrontiert. Beim Chemie- und Pharmakonzern Bayer AG < BAY.ETR > könnte am Dienstag eine Pressekonferenz zum Stand der Forschungsaktivitäten für positive Nachrichten sorgen.

Zugleich endet am Montag das Übernahmeangebot des Autozulieferers Continental < CON.ETR > für Phönix; am Dienstag wird dann die EU-Kommission über eventuelle Auflagen der geplanten Übernahme entscheiden. Von den sechs S & P-Unternehmen, die nächste Woche berichten, wird nur dem weltgrößten Biotech-Unternehmen Amgen Inc. < AMGN.NAS > < AMG.FSE > am Donnerstag eine marktbewegende Rolle zugetraut./mag/m

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