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Wochenausblick: Verschnaufpause am Markt erwartet - Öl und Euro

Nach einer Woche voller Geschäftsdaten dürften Investoren an den deutschen Aktienmärkten in den kommenden Tagen eine Verschnaufpause einlegen. Die meisten Unternehmen haben ihre Zahlen für das abgelaufene Quartal bereits vorgelegt.

dpa-afx FRANKFURT. Nach einer Woche voller Geschäftsdaten dürften Investoren an den deutschen Aktienmärkten in den kommenden Tagen eine Verschnaufpause einlegen. Die meisten Unternehmen haben ihre Zahlen für das abgelaufene Quartal bereits vorgelegt. "Wir rechnen mit einem Durchatmen und neu Sortieren am Markt", sagt Stratege Michael Köhler von der Landesbank Rheinland-Pfalz (LRP). Insgesamt habe der Dax in den vergangenen drei Wochen um die 300 Indexpunkte zugelegt. Eine Phase der Rekonsolidierung wäre nicht ungewöhnlich, sagt der Analyst. Zudem könnten Investoren Gewinne mitnehmen wollen.

Der Markt wird sich nach Expertenansicht wahrscheinlich wieder voll auf Ölpreis und auf das Kursverhältnis von Dollar und Euro konzentrieren. Gleichzeitig haben die weitgehend positiven Quartalszahlen die Indizes den Experteneinschätzungen zufolge gestützt.

Keine Grösseren Rückschläge Erwartet

"Solche Ertragsverbesserungen schaffen in Verbindung mit der moderaten Bewertung der Euro-Aktienmärkte günstige Voraussetzungen für weitere Kurssteigerungen", schreibt die Bankgesellschaft Berlin (BGB). Viele Investoren hätten befürchtet, dass die Rohstoffpreise die Quartalsergebnisse belasteten. Diese Sorge habe sich nicht bestätigt. "Bislang hielten sich die negativen Überraschungen in Grenzen." Auch Analyst Köhler erwartet keine größeren Rückschläge.

Risiken für einen anhaltenden Aufwärtstrend lägen in Widerstandsmarken wie etwa den Jahreshöchstständen. Um solche Grenzen zu knacken, wäre ein erheblicher Schwung notwendig, schreiben die BGB-Analysten weiter. Zudem gebe es Unsicherheiten über den weiteren Verlauf des Ölpreises. Ein erneuter Anstieg hätten entsprechende negative Einflüsse auf die Märkte - genau so wie ein weiteres Ansteigen des Euros über die "psychologisch wichtige Schwelle" von 1,30 Dollar.

Konjunkturdaten AUS USA Liefern Impulse

Impulse werden angesichts nur vereinzelter Unternehmensdaten von der Konjunkturseite kommen. Neben der Industrieproduktion sowie der Kapazitätsauslastung für Oktober am Mittwoch stehen in erster Linie der New York Empire State Index am Montag sowie der Philadelphia Fed Index am Donnerstag auf dem Kalender. "Es dürfte allerdings noch zu früh sein, bereits ein Wiedererstarken der Expansionskräfte in der weltgrößten Volkswirtschaft zu erwarten", schrieb LRP-Analyst Steffen Neumann in einer ersten Einschätzung.

Im MDax werden Berichte unter anderem von Celesio erwartet. "Wir sehen Celesio auf gutem Weg, die Unternehmensziele für 2004 bei Umsatz und Vorsteuerergebnis locker zu übertreffen", schätzt LRP-Analyst Alexander Groschke. Beru dürfte nach Ansicht seines Kollegen Michael Punzet im operativen Geschäft weiterhin von den zahlreichen Modellwechseln der Hersteller profitieren. Auch Bilfinger Berger , Fielmann und die GfK legen Geschäftszahlen vor.

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