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Wochenausklang im Minus

Die Weltwirtschaft wird in diesem Jahr um 4,7 Prozent wachsen. Das ist der größte Anstieg in fast zwölf Jahren. Beigetragen hätte dazu neben dem Wirtschaftswachstum in Asien auch die US-Konjunkur, heißt es in einem Bericht des international Monetary Fund. Doch die freudigen Nachrichten halfen New Yorks Aktienmärkten zum Wochenschluss nicht.

Weder gute Wirtschaftsdaten noch ein paar erfreuliche Quartalzahlen konnten die Indizes aus der Lethargie holen. Es war viel mehr der dreifache Hexensabbat und Wachstumsbedenken, die den Handel bestimmten. In der Tat zeigte sich Markt sehr volatil. Denn an diesem Freitag liefen an der Terminbörse Optionen auf Aktien, Optionen und Futures auf Indizes gleichzeitig aus. Und das brachte die Börsen zum Wochenschluss in Bewegung, nur heute leider in die falsche Richtung. Der Dow Jones und der Nasdaq Index gingen Hand in Hand mit Punktverlusten ins Wochenende. Auch die Kursgewinne von Exxon und anderer Werte des Ölsektors zogen das Barometer nicht ins positive Terrain. Spekulationen, nach denen die Rohölpreise weiter steigen könnten, beflügelten am Freitag den Kurs des Mobilölkonzerns. Die Analysten von Paine Webber unterstützen den Trend und erhöhen die Schätzungen für den künftigen Ölpreis. Diesmal verteuern Spannungen zwischen Irak und Kuwait sowie ein tropischer Sturm im Golf von Mexico den Rohstoff. Analysten sehen den Bereich im Augenblick sehr volatil, jede neue Nachricht treibe die Mobilölaktien in die Höhe. Exxon, Chevron und Texaco notierten zum Wochenschluss über drei Prozent im Plus. Den Dow Jones konnten sie jedoch nicht retten. Der Index der 30 Standardwerte verlor 1,5 Prozent auf 10927 Punkten. Das Börsenbarometer der US-High-Tech-Aktien büßte zwei Prozent auf 3835 Zähler ein. Das schwache Umsatzwachstum von Softwareschmiede Oracle setzte den Sektor zum Wochenschluss unter Druck. Intel, Microsoft und Catarpillar führten den Index ebenfalls ins Minus. Eine Gewinnwarnung sorgte bei Maytag für Kursverluste. Maytag, der drittgrößte US-Hersteller von Haushaltsgeräten, wird zum dritten Mal in Folge die Erwartungen der Analysten enttäuschen. Schuld an dem schlechteren Ergebnis soll diesmal Circuit City sein. Das Elektronik-Kaufhaus vertreibt seit Anfang Juli keine weiße Ware mehr. Damit verlor Maytag seinen zweitgrößten Abnehmer. Salomon Smith Barney stufte die Aktie daraufhin ab. Der Wert verlor zum Wochenschluss rund sieben Prozent an. Da halfen auch die guten Quartalsergebnisse von Adobe und Nike nicht. Beide Unternehmen hatten mit den Ergebnissen für das vergangene Quartal die Erwartungen der Analysten geschlagen. Xerox legte fast zehn Prozent zu. Die Aktie des größten Kopiererherstellers der Welt halbierte ihren Wert seit Anfang des Jahres. Nun versucht das Unternehmen anscheinend den Fall zu stoppen. Nach Aussagen der Business Week könnte Xerox nun zum Verkauf stehen. Angeblich wurden bereits Gespräche mit Hewlett-Packard und weiteren Interessenten geführt.

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