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Wochenrückblick: Auf DAX-Höhenflug folgt starker Einbruch - Anleger unsicher

(dpa-AFX) Frankfurt - Positive Quartalszahlen und optimistische Äußerungen des US-Notenbankchefs Alan Greenspan haben den Aktienmarkt in der vergangen Woche nur kurz beflügelt. Einem vielversprechenden Höhenflug des deutschen Aktienindex DAX < DAX.ETR > zur Wochenmitte folgte ein ebenso starker Einbruch: Der Höchststand vom Mittwoch lag bei 3.899 Zählern und damit rund 100 Punkte über dem Niveau von Wochenanfang und -ende.

(dpa-AFX) Frankfurt - Positive Quartalszahlen und optimistische Äußerungen des US-Notenbankchefs Alan Greenspan haben den Aktienmarkt in der vergangen Woche nur kurz beflügelt. Einem vielversprechenden Höhenflug des deutschen Aktienindex DAX < DAX.ETR > zur Wochenmitte folgte ein ebenso starker Einbruch: Der Höchststand vom Mittwoch lag bei 3.899 Zählern und damit rund 100 Punkte über dem Niveau von Wochenanfang und-ende.

Angekurbelt wurde die Kauflust der Investoren von guten Unternehmensmeldungen und der Ankündigung des weltgrößten Softwarekonzerns Microsoft < Msft.NAS > < MSF.FSE > , die Dividende kräftig anzuheben, eine Sonderdividende zu zahlen und eigene Aktien in großem Stil zurückzukaufen. Gewinnmitnahmen und die anhaltende Unsicherheit über die weitere Entwicklung der Technologiebranche ließen das Stimmungsbarometer jedoch schnell wieder sinken.

Berichterstattung IN Deutschland Nimmt Fahrt AUF

Während sich die Berichtssaison in den USA schon wieder dem Ende nähert, nimmt die Berichterstattung in Deutschland zunehmend Fahrt auf. Der Auftakt in die deutsche Berichtssaison machte dabei durchaus Hoffnung auf einen freundlichen Verlauf. Infineon < IFX.ETR > , Schering < SCH.ETR > und Volkswagen < VOW.ETR > zeigten eine positive Kursreaktion auf die Veröffentlichungen der Zwischenbilanzen, lediglich SAP < SAP.ETR > verbuchte Kursrückgänge.

Ein anhaltend starkes USA-Geschäft hält Europas größten Softwarekonzern SAP auf Kurs. SAP gewann im zweiten Quartal weiter Marktanteile hinzu und festigte seine Führungsposition im Segment Anwendungssoftware für Unternehmen. Die Aktie gab bis zum Nachmittag trotz überwiegend positiver Analystenkommentare deutlich nach. Das Unternehmen habe mit seinem Quartalsbericht die Erwartungen des Finanzmarktes nur erfüllt aber nicht übertroffen, begründeten Händler die Kursverluste.

SAP, VW UND Deutsche Bank

Europas größter Autobauer Volkswagen hat wegen der anhaltenden Autoflaute seine Gewinnprognose für 2004 deutlich gesenkt. Die Volkswagen-Aktie stieg ungeachtet der Warnung vor sinkenden Gewinnen am Freitag um knapp zwei Prozent. Händler begründeten dies damit, dass an der Börse eine noch größere Senkung der Gewinnprognose erwartet worden war.

Im spektakulären Mannesmann-Prozess wurden am Donnerstag nach sechsmonatiger Verhandlungsdauer der Deutsche Bank-Chef < DBK.ETR > Josef Ackermann und alle anderen Angeklagten freigesprochen. Nach Einschätzung von Analysten sind die Auswirkungen des Urteils auf die Deutsche Bank gering, die Aktie reagierte kaum. "Der Prozess hat den Aktienkurs nicht besonders belastet, weil man von Anfang an mit einem Freispruch für Bankchef Josef Ackermann gerechnet hat", sagte ein Händler. Für die mittlerweile eingereichte Revision gelte die gleiche Grundannahme. "Das Urteil entspricht den Erwartungen", betonte auch Konrad Becker, Analyst bei der Münchner Privatbank Merck Finck.

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