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Wochenrückblick: Dax beendet Börsenwoche fest und macht Weg frei für Gewinne

Der Frankfurter Aktienmarkt hat eine turbulente Börsenwoche mit einem Endspurt abgeschlossen. Der deutsche Leitindex preschte wieder ganz nah Richtung 4.000er Marke und machte damit Börsianern zufolge den Weg für weitere Kursgewinne frei. Seinem Ruf als schwacher Börsenmonat wurde der September nicht gerecht - die Bilanz ist nach einem Monatschlusskurs im August bei 3 785 Punkten positiv. Im Wochenvergleich gewann der Dax gut zwei Prozent.

dpa-afx FRANKFURT. Der Frankfurter Aktienmarkt hat eine turbulente Börsenwoche mit einem Endspurt abgeschlossen. Der deutsche Leitindex preschte wieder ganz nah Richtung 4.000er Marke und machte damit Börsianern zufolge den Weg für weitere Kursgewinne frei. Seinem Ruf als schwacher Börsenmonat wurde der September nicht gerecht - die Bilanz ist nach einem Monatschlusskurs im August bei 3 785 Punkten positiv. Im Wochenvergleich gewann der Dax gut zwei Prozent.

Für Bewegung sorgte eine Vielzahl von Unternehmensmeldungen. Eines der wichtigsten Themen war Karstadt-Quelle , aber auch der US-Pharmakonzern Merck & Co sorgte mit dem Rückzug eines wichtigen Medikaments für einen Paukenschlag. Die Entspannung am Ölmarkt ab Wochenmitte nahm Börsenexperten zufolge etwas von dem Druck an den Aktienmärkten. Auch die Experten der Commerzbank begründeten das insgesamt freundliche Bild an der deutschen Börse mit den wieder sinkenden Energiepreisen: "Nachdem der Ölpreis erstmals die 50 Dollar-Marke übersprungen und für Druck auf die Kurse gesorgt hatte, entspannte sich die Situation im Wochenverlauf."

Auch wenn Börsenexperten die Sanierungspläne des angeschlagenen Handelskonzerns Karstadt-Quelle weitgehend begrüßten, ging die Aktie auf eine rasante Talfahrt. Im Wochenvergleich verlor das Papier mehr als zehn Prozent. Zu hoch erscheint den Börsianern der Berg an Arbeit, den die neue Konzernspitze erledigen muss. In Mitleidenschaft gezogen wurden auch andere Werte im Einzelhandelssektor.

Für Turbulenzen sorgte Merck: Der US-Pharmakonzern nahm mit dem Arthrosemittel Vioxx eines seiner fünf umsatzstärksten Medikamente vom Markt und bekam umgehend die Quittung dafür. Die Konzernlenker mussten mit ansehen, wie in kürzester Zeit ein Viertel des Börsenwerts in den Keller rauschte. Auch wenn Analysten von einem "Desaster für die Branche" sprachen, blieben die Verluste der deutschen Pharmawerte überschaubar.

Nach einem schlechten Start beendete auch die Post-Aktie die Börsenwoche versöhnlich. Die bislang schwache Entwicklung der Logistiktochter DHL in den USA hatten Börsianer dem Bonner Konzern zunächst übel genommen und die Aktie Gelb auf Talfahrt geschickt. Am Freitag schienen wieder die Wogen geglättet und die Post-Aktie konnte einen Teil ihrer Verluste ausgleichen.

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