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Wochenrückblick: Dax dank Ölpreisverfall und guter Zahlen Richtung Jahreshoch

Beflügelt vom klaren Minus beim Ölpreis und positiv aufgenommenen Quartalsberichten haben deutsche Aktien in der vergangenen Woche deutlich zugelegt. Der Leitindex Dax näherte sich dem Januar-Hoch bei 4 175 Zählern an, der MDax mittelgroßer Werte markierte neue Jahreshöchststände.

dpa-afx FRANKFURT. Beflügelt vom klaren Minus beim Ölpreis und positiv aufgenommenen Quartalsberichten haben deutsche Aktien in der vergangenen Woche deutlich zugelegt. Der Leitindex Dax näherte sich dem Januar-Hoch bei 4 175 Zählern an, der MDax mittelgroßer Werte markierte neue Jahreshöchststände. Kommende Woche rechnen Börsianer aber mit einer "Verschnaufpause" an den Börsen.

Hauptthema am deutschen Aktienmarkt war die Berichtssaison mit einer Flut von Unternehmenszahlen. Allein am Donnerstag hatten acht Dax-Unternehmen sowie zahlreiche Firmen aus MDax und TecDax ihre Bilanzen vorgelegt. Von den im Hdax zusammengefassten 110 größten börsennotierten Unternehmen in Deutschland hat fast die Hälfte in der vergangenen Woche über ihr abgelaufenes Quartal berichtet.

Berichtssaison Erreicht Ihren Höhepunkt

"Mit der Deutsche Telekom und der Allianz haben zwei Börsenschwergewichte besonders positive Impulse gesetzt", sagte Berndt Fernow, Marktstratege bei der Landesbank Baden-Württemberg. Die Telekom will nach hervorragenden Ergebnissen wieder eine Dividende zahlen, bei der Allianz lobten Analysten die Qualität der unerwartet gut ausgefallenen Ergebnisse. Auch die guten Nachrichten der Deutschen Börse wurden mit Kursgewinnen belohnt. Enttäuschungen wie vom Chiphersteller Infineon wurde den Strategen der Landesbank Rheinland-Pfalz zufolge dagegen von der Börse weggesteckt. RWE und Siemens hatten ebenfalls eher enttäuscht, trübten aber kaum die gute Stimmung am Aktienmarkt.

Sorgen bereitete unterdessen der Euro, der im Wochenverlauf bei 1,3 005 Dollar ein neues Rekordhoch zur US-Währung markiert hatte. Die Währungshüter der Europäischen Zentralbank (EZB) versuchten den Anstieg zu bremsen. EZB-Präsident Jean-Claude Trichet wiederholte seine Einschätzung, dass der Anstieg des Eurokurses "brutal" und "unwillkommen" sei. Nachdem Trichet mit seinem Kommentar im Januar noch eine spürbare Euro-Korrektur auslöste, wurde diesmal lediglich die Dynamik der Dollarabwertung gebremst.

AUF Absehbare Zeit Keine Zinserhöhungen IM Euroland

Fernow zufolge lieferte die EZB ein positives Signal - auf absehbare Zeit sind keine Zinserhöhungen im Euroland zu erwarten. Unterdessen ließ die EZB ihre Leitzinsen erwartungsgemäß unverändert, während die Notenbank der USA am Dienstag zum vierten Mal in diesem Jahr ihre Leitzinsen erhöht hatte. Nach Ansicht der Bankgesellschaft Berlin sind der schwache Dollar und die Unsicherheit über die Ölpreisentwicklung Risikofaktoren für den Dax./fat/kp/s

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