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Wochenrückblick: Dax entwickelt sich dank billigeren Öls zum Gipfelstürmer

Die deutliche Entspannung am Ölmarkt hat in dieser Woche aus den Indizes am Frankfurter Aktienmarkt Gipfelstürmer gemacht. Der Standardwerte-Index Dax erreichte mit deutlich mehr als 4 200 Punkten den höchsten Stand seit Mitte 2002.

dpa-afx FRANKFURT. Die deutliche Entspannung am Ölmarkt hat in dieser Woche aus den Indizes am Frankfurter Aktienmarkt Gipfelstürmer gemacht. Der Standardwerte-Index Dax erreichte mit deutlich mehr als 4 200 Punkten den höchsten Stand seit Mitte 2002. Der Index für die 50 Nebenwerte, MDax , brachte es sogar auf ein Allzeithoch. Der neue Rekordstand des Euro zum Dollar konnte die Stimmung nur vorübergehend etwas eintrüben.

Auslöser des Ölpreisverfalls war zur Wochenmitte der Hinweis aus den USA, dass die Lagervorräte dort umfangreicher sind als angenommen. Diese Nachricht habe zunächst an der Wall Street "für einen fulminanten Kursanstieg" gesorgt, erklärten die Analysten der Bankgesellschaft Berlin. Denn die Ölpreise waren noch am selben Tag um mehr als sieben Prozent abgesackt. In Deutschland profitierten von dieser Entwicklung vor allem die Aktien der Lufthansa und die Chemietitel Basf und Bayer .

Intel Liefert Weiteren Schub

Zum Wochenschluss brachten auch gute Nachrichten des weltweit größten Chipherstellers die Kurse nochmal auf Trab. Intel hob überraschend seine Umsatzprognose für das laufende Quartal an und verhalf damit vor allem Infineon zu einem kräftigen Kursschub.

Den Aufreger der Woche lieferte die staatseigene KfW Bankengruppe, die am Dienstag ein Aktienpaket von 5,7 Prozent an der Deutschen Post auf dem Markt platzierte. Börsianer reagierten wegen der plötzlichen Schwemme erschreckt und ließen die Aktie Gelb wie eine heiße Kartoffel fallen. Aber schon bis zum Abend konnte sie sich auf Grund des zügigen Verkaufs wieder erholen. Experten hatten ohnehin mit diesem Schritt gerechnet, da Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) zur Verbesserung der Haushaltslage im kommenden Jahr weitere Mrd. schwere Verkäufe plant. Folglich habe die KfW in ihrem Depot Platz schaffen müssen.

Tui-Aktienpaket Schnell Verkauft

Gut über die Bühne ging auch der Verkauf der 31,3-Prozent-Beteiligung der WestLB an dem Touristikkonzern Tui . Das Aktienpaket ging an die Deutsche Bank, die 17,3 Prozent gleich an spanische Hotelketten weiterreichte. Für den Rest wurden umgehend Investoren gefunden. Die Papiere gaben aber deutlich nach, denn damit waren auch "die Übernahmespekulationen vom Tisch", wie ein Analyst sagte.

Thyssen-Krupp beeindruckte die Anleger mit seinen Geschäftszahlen am Mittwoch. Wegen des Stahlbooms hat das Unternehmen im Jahr 2003/04 sein Vorsteuerergebnis mehr als verdoppelt und übertraf damit die Erwartungen. Die Erhöhung der Dividende von 0,50 Euro je Aktie auf 0,60 Euro fiel einigen Experten zufolge aber enttäuschend aus. Nach einem Kursknick im Tagesverlauf erholten sich die Papiere bis Handelsschluss.

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