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Wochenrückblick: DAX legt nach Stimmungswende um knapp 100 Punkte zu

(dpa-AFX) Frankfurt - Weitgehend Positive Unternehmenszahlen und verbesserte Klimaindikatoren haben den deutschen Börsen Auftrieb gegeben. Für den DAX < DAX.ETR > ging es im Wochenvergleich um knapp 100 Punkte nach oben. "Nach wochenlangen Verlusten hat das Börsenschwergewicht Siemens eine Kursrally ausgelöst", sagte ein Händler einer ausländischen Bank in Frankfurt. Wie auch bei wichtigen in- und ausländischen Unternehmen aus der Chemie-, Maschinenbau und Rohstoffbranche habe die Bilanz und der Ausblick des Münchener Konzerns gezeigt, dass es in der Industrie sehr gut läuft. Der DAX habe deshalb trotz des Rekordhöhen erklimmenden Ölpreises eine erstaunliche Stärke bewiesen.

(dpa-AFX) Frankfurt - Weitgehend Positive Unternehmenszahlen und verbesserte Klimaindikatoren haben den deutschen Börsen Auftrieb gegeben. Für den DAX < DAX.ETR > ging es im Wochenvergleich um knapp 100 Punkte nach oben. "Nach wochenlangen Verlusten hat das Börsenschwergewicht Siemens eine Kursrally ausgelöst", sagte ein Händler einer ausländischen Bank in Frankfurt. Wie auch bei wichtigen in- und ausländischen Unternehmen aus der Chemie-, Maschinenbau und Rohstoffbranche habe die Bilanz und der Ausblick des Münchener Konzerns gezeigt, dass es in der Industrie sehr gut läuft. Der DAX habe deshalb trotz des Rekordhöhen erklimmenden Ölpreises eine erstaunliche Stärke bewiesen.

Wichtige Gründe für den Stimmungsumschwung an den Börsen sind nach Ansicht der Bankgesellschaft Berlin die verbesserten Klimaindikatoren in der Eurozone. Während in Deutschland der ifo-Index im Juli nach zweimaligem Rückgang unerwartet stark angezogen habe, hätten auch der französische Insee-Index und der italienische Isae-Index kräftiger als prognostiziert zugelegt. Auch der belgische Frühindikator sei auf den höchsten Stand seit mehreren Jahren geklettert. Zudem führte die Deutsche Bank die verstärkte Kreditvergabe im Euroraum als Beleg für die fortgesetzte konjunkturelle Erholung an.

In der laufenden Berichtssaison haben rund ein Fünftel der DAX-Werte vom Verlauf des abgelaufenen Quartals berichtet. Nach Zählung der DZ Bank übertrafen die Umsätze den Vorjahreswert durchschnittlich um fast acht Prozent, während die Erwartungen des Finanzmarktes um fast drei Prozent übertroffen wurden. Der Betriebsgewinn habe die Analystenprognosen zwar insgesamt leicht verfehlt, jedoch die Vorjahreswerte deutlich überstiegen.

Siemens schraubte wegen der steigenden Nachfrage seine Ziele für das laufende Jahr nach oben. Um mindestens 10 Prozent soll der Gewinn 2004 wachsen. Und auch die als frühzyklisch geltende Deutsche Post < DPW.ETR > hob ihre Prognosen für das Gesamtjahr an. Die Bilanzvorlage bei Daimlerchrysler < DCX.ETR > wurde indes skeptisch betrachtet. Mercedes soll demnach im Gesamtjahr bei stabilen Absatzzahlen einen schwächeren Betriebsgewinn als im Vorjahr einfahren. Mit ihrem Zahlenwerk verfehlte die Deutsche Bank < DPW.ETR > zwar die Erwartungen des Finanzmarktes. Jedoch sei das mit dem Aktien- und Rentenhandel erwirtschaftete Handelsergebnis das beste von allen europäischen Banken, sagte ein Händler.

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