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Wochenrückblick: Dax scheitert an 4 000 Punkten - Stimmung stark eingetrübt

Fast sah es in der vergangenen Woche so aus, als könnte der Dax nachhaltig über die psychologisch wichtige Marke von 4 000 Punkten steigen. Kurz vor dem Ziel scheiterte der deutsche Leitindex jedoch an dieser Hürde.

dpa-afx FRANKFURT. Fast sah es in der vergangenen Woche so aus, als könnte der Dax nachhaltig über die psychologisch wichtige Marke von 4 000 Punkten steigen. Kurz vor dem Ziel scheiterte der deutsche Leitindex jedoch an dieser Hürde.

Bis auf 3 999,46 Punkte war der Dax am Donnerstag gestiegen - dann fiel die Aufwärtstendenz in sich zusammen und der Index sank bis zum Handelsschluss um fast 100 Punkte. Die Kosten der verheerenden Wirbelstürme, der erneut in Richtung 50 Dollar steigende Ölpreis und eine anhaltende Skepsis über die Tragfähigkeit der Weltwirtschaft haben den jüngsten Kursaufschwung jäh beendet.

Ölpreis Steigt IN Richtung 50 Dollar

Der Dax ist damit wiederholt an 4 000 Punkten gescheitert und hielt sich am Freitag nur noch mühsam über 3 900 Zählern. Die Stimmung an den Märkten hat sich erheblich verschlechtert. Im Wochenvergleich gab der Index mehr als zwei Prozent ab. Ob sich die Börse rasch stabilisiert und die Aufwärtsbewegung wieder aufnehmen wird, sei unter den Gesichtspunkten der Chartanalyse zu bezweifeln, hieß es in einer Einschätzung der Bankgesellschaft Berlin.

Gewinnwarnungen oder Prognosesenkungen, etwa von Schwergewichten wie Unilever oder Philips , drückten die Stimmung weiter. Kaum negativen Einfluss habe hingegen die leichte Zinsanhebung der US-Notenbank am Dienstag ausgeübt, sagten Experten.

Autowerte standen zu Beginn des Pariser Autosalons zwar im Mittelpunkt des Interesses, konnten den stabilen und meist positiven Nachrichtenfluss aber nicht in Gewinne umsetzen, sondern gaben kräftig nach. "Autoaktien stehen zweifellos im Rampenlicht. Aber der Ölpreis drückt kräftig auf die Branche", sagte ein Aktienhändler.

Rentenmarkt Sehr Fest

Wie vorsichtig die Anleger inzwischen geworden seien, verdeutliche der Blick auf den kräftig steigenden Rentenmarkt, sagte ein Händler. Renten gelten gemeinhin als "sicherer Hafen" in stürmischen Zeiten. Die Renditen zehnjähriger deutscher Anleihen fielen unter vier Prozent und erreichten damit das Niveau von Anfang April. Eine Gegenbewegung blieb selbst nach der Zinsanhebung in den USA aus, hieß es seitens der DZ Bank.

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