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WOCHENRÜCKBLICK: DAX schwankt um 4000er-Marke - Postbank in den Schlagzeilen

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt hat ungeachtet des sogenannten "dreifachen Verfallstermins" am Freitag eine selten ruhigeHandelswoche hinter sich gebracht. "Ich habe noch nie eine so extrem ruhigeWoche erlebt", sagte Aktienhändler Raed Mustafa von der BW-Bank.

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt hat ungeachtet des sogenannten "dreifachen Verfallstermins" am Freitag eine selten ruhigeHandelswoche hinter sich gebracht. "Ich habe noch nie eine so extrem ruhigeWoche erlebt", sagte Aktienhändler Raed Mustafa von der BW-Bank.

Der deutsche Leitindex DAX fand in der Wochenmitte zeitweise denWeg über die 4.000-Punkte-Marke. Insgesamt schwankte das Börsenbarometer aber ineiner enger Spanne zwischen 3.934 und 4.019 Punkten. Für großes Interesse sorgteder mit vielen Fragezeichen versehene Börsengang der Post-Tochter Postbank, derfür diesen Montag angesetzt ist.

ZUMEIST KLEINER ZINSSCHRITT ERWARTET

Börsianer interpretierten vorgelegte US-Konjunkturdaten meist als Hinwies,die amerikanische Notenbank werde auf ihrer Sitzung in der übernächsten Wocheallenfalls einen kleine Zinsanhebung beschließen. Am Markt ging die guteNachricht scheinbar folgenlos vorbei.

"Es fehlt seit langer langer Zeit jedes Kaufinteresse", sagte einAktienhändler einer Frankfurter Großbank. "Der Markt dümpelt durch die Gegend."Daher seien auch vom Verfall der Futures und Optionen auf den DAX sowie Optionenauf einzelne Aktien am Freitag keine größeren Ausschläge zu erwarten gewesen.Der so genannte "Hexensabbat" lässt normalerweise vier Mal im Jahr die Kurse"wie verhext" tanzen.

POSTBANK BEHERRSCHT SCHLAGZEILEN

Für die meisten Schlagzeilen sorgte der geplante Börsengang der Postbank. Indichter Folge wechselten sich Spekulationen über ein Platzen des Börsengangs,einen geringeren Emissionspreis oder ein reduziertes Emissionsvolumen mitDementis des Mutterkonzerns Deutsche Post ab. Große Auswirkungen aufden Kurs der Post-Aktie hatten diese Gerüchte in der abgelaufenen Handelswochejedoch nicht.

Eine zufriedene Wochenbilanz dürften Aktionäre der Versorger ziehen. Diehohen Energiepreise lassen Analysten auf steigende Gewinne hoffen. Positivgestimmte Kommentare führten beispielsweise E.ON zeitweise auf einneues Jahreshoch.

KAPITALERHÖHUNG BELASTET LUFTHANSA-KURS

Die Aktien der Deutschen Lufthansa blieben unter dem Niveau derVorwoche. Die Kapitalerhöhung hatte den Kurs zu Wochenbeginn gar auf demniedrigsten Stand seit Juli vergangenen Jahres gedrückt. Als Trostpflasterkündigte Vorstands-Chef Wolfgang Mayrhuber auf der Hauptversammlung angesichtssteigender Erträge und Passagierzahlen für 2004 wieder eine Dividende an.

Auch die Pharmabranche sorgte für Schlagzeilen. So musste der GenerikaHersteller STADA aus dem hessischen Bad Vilbel eingestehen, seinebisherigen Jahresprognosen seien zu optimistisch gewesen. Gleichzeitig kündigteder Berliner Konkurrent Schering an, mit einem Konzernumbau und einemstraffen Sparprogramm die Profitabilität steigern zu wollen.

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