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Wochenrückblick: DAX weiter gefallen - Schwerer Start der US-BerichtssaisonDPA-Datum: 2004-07-18 12:08:08

(dpa-AFX) Frankfurt - Enttäuschende Ausblicke und unerwartet schwache Quartalsberichte aus der Technologiebranche haben Anleger in der abgelaufenen Handelswoche verschreckt. Der DAX fiel im Wochenvergleich tief ins Minus. In weite Ferne rückte dabei die psychologische Marke von 4.000 Punkten - der deutsche Leitindex sackte bereits zu Wochenbeginn unter 3.900 Zähler und gab in der zweiten Wochenhälfte weiter nach.

(dpa-AFX) Frankfurt - Enttäuschende Ausblicke und unerwartet schwache Quartalsberichte aus der Technologiebranche haben Anleger in der abgelaufenen Handelswoche verschreckt. Der DAX fiel im Wochenvergleich tief ins Minus. In weite Ferne rückte dabei die psychologische Marke von 4.000 Punkten - der deutsche Leitindex sackte bereits zu Wochenbeginn unter 3.900 Zähler und gab in der zweiten Wochenhälfte weiter nach.

Obwohl ein Stimmungswandel zum Ende der Woche dem DAX wieder etwas die Beine half, blieb das das Niveau der Vorwoche unerreicht. Positive Nachrichten amerikanischer Technologiewerte kurbelten die Nachfrage an der Frankfurter Börse kurzzeitig an. Wegen Gewinnmitnahmen schloss der DAX aber mit 0,03 Prozent im Minus auf 3.845,93 Punkten. Im Tagesverlauf war er von einer Nachricht des US-Computerbauers Dell < Dell.NAS > < Dlca.FSE > beflügelt worden. Dell hatte die Gewinnschätzung für das zweite Quartal angehoben.

'Samsung-Effekt' Begrenzt Verluste

Händler verwiesen zudem auf den "Samsung-Effekt". Der südkoreanische Elektronikkonzern Samsung < Smsn.SQ1 > < SSU.FSE > hatte den Überschuss im zweiten Quartal nahezu verdreifacht. Entsetzt vom schwachen Ausblick des finnischen Handyherstellers Nokia verkauften Anleger die Aktie am Donnerstag in großen Mengen. Der Kurs krachte um 15 Prozent abwärts und riss die deutschen Technologiewerte mit in die Tiefe.

Dunkle Wolken waren bereits zu Beginn der Woche aufgezogen, als der weltgrößte Chiphersteller Intel < Intc.NAS > < INL.FSE > trotz einer soliden Quartalsbilanz mit einer gekappten Jahresprognose für die Bruttomarge Anleger enttäuschte. Selbst positive Qurtalsdaten und ein optimistischer Ausblick des niederländischen Elektronikkonzerns Philips konnten den Katzenjammer unter an der Frankfurter Börse nicht stoppen.

In Verbindung mit einigen schlechteren Wirtschaftsdaten in den USA verstärkten sich auch wieder Zweifel an der Nachhaltigkeit der Konjunkturerholung. "Zudem wird die technische Situation vieler Börsen prekär", hieß es von der Commerzbank. Risiken wie Ölpreis, Dollarschwäche und Nahost-Konflikt seien inzwischen aber in den Kursen enthalten.

Der für diesen Freitag angepeilte Börsengang des Berliner Biotech-Unternehmens Epigenomics ist vorerst geplatzt. Das Unternehmen verschob den Sprung auf das Parkett auf kommenden Montag (19. Juli). Die Epigenomics-Aktie soll zu neun Euro an die Börse gebracht werden. Damit liegt der Ausgabepreis am untersten Ende der bereits gesenkten Preisspanne. Für Marktbeobachter kommt die Verzögerung angesichts der Marktverfassung aber nicht unerwartet.

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