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WOCHENRÜCKBLICK: Hoher Ölpreis und Zinsspekulationen belasten den DAX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Das Zusammenspiel von Zinsspekulationen und hohemÖlpreis hat die deutschen Börsen in der vergangenen Woche unter Druck gesetzt.Weitgehend in den Hintergrund gerieten dagegen gute Unternehmenszahlen. ImWochenvergleich gab der deutsche Leitindex um 2,4 Prozent nach. "Vor allem dieSorge vor einer früher als erwarteten Leitzinserhöhung in den USA und gemischtausgefallene Wirtschaftsdaten sorgten für Unsicherheit", sagte ein Händler.

Die schwache Verfassung der Leitbörsen in den USA habe die Abwärtstendenzverstärkt, sagte Börsenexperte Stefan Steib von der Landesbank Rheinland-Pfalz."Auch die überdurchschnittlich guten Quartalsergebnisse der US-Unternehmen undeine in der Summe bisher ebenfalls überzeugende Berichtssaison in Deutschlandkonnten die Talfahrt nicht verhindern."

Viele DAX-Schwergewichte legten Zahlen vor. Mit positiven Daten konnten RWE und MAN aber auch Titel aus der zweiten Reihe wie dieInternetanbieter freenet.de und T-Online aufwarten. DerAktienmarkt honorierte dies mit steigenden Kursen. Überzeugend fanden Anlegerauch den optimistischen Ausblick des Reisekonzerns TUI . Nach denVerlusten der vergangenen beiden Wochen setze deshalb eine stürmische Erholungder Aktien ein.

Enttäuscht reagierten die Anleger dagegen vor allem auf die Bilanz von Bayer und der Deutschen Telekom . Beide Titel gerieten nach derVeröffentlichung stark unter Druck. Auch Lufthansa-Aktien kamen nachenttäuschenden Zahlen ins Trudeln. Zusätzlich belastend wirkte sich derHöhenflug des Ölpreises auf die Titel der Fluggesellschaft aus.

Negativ bewerteten Börsenexperten die Bilanz der Allianz . DieZahlen sehen laut Analysten zwar auf den ersten Blick gut aus, sie zweifeltenjedoch an der Nachhaltigkeit der guten Entwicklung.

Neben den Unternehmensbilanzen sorgten Gerüchte für starke Bewegungen amAktienmarkt. Vor allem Spekulationen über einen Kauf der Postbank durch dieDeutsche Bank verunsicherten die Anleger. Erst als der Vorstandschefdes Mutterkonzerns Deutsche Post , Klaus Zumwinkel, am Donnerstagendlich für Klarheit sorgte, kehrte etwas Ruhe ein. Für einen positivenWochenausklang der Post-Aktie sorgte zudem eine erfreuliche Konzernbilanz.

Kursbewegend war auch das Stühlerücken bei Infineon . Auf dieErnennung des bisherigen Continental-Vizes Wolfgang Ziebart zum neuenInfineon-Chef reagierten die Anleger positiv. Der Kurs des MünchenerHalbleiterherstellers ging nach der Bekanntgabe kräftig nach oben.

Erneut Gesprächsthema an der Börse war DaimlerChrysler . Nach demVerkauf des Hyundai-Anteils sehen Analysten die Zukunft der ursprünglich vomKonzern geplanten "Welt AG" mit noch größerer Skepsis. Erst vor kurzem hatteDaimlerChrysler die finanzielle Unterstützung für den angeschlagenen PartnerMitsubishi Motors eingestellt.

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