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WOCHENRÜCKBLICK: Ölpreis und Angst vor Terroranschlägen bestimmen Handel

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Furcht vor Terroranschlägen, der auf Rekordniveaunotierende Ölpreis sowie die unvermindert andauernde Leitzinsdiskussion haben inder vergangenen Woche das Geschehen an den internationalen Aktienmärktenbestimmt. Auf den Beschluss der OPEC-Staaten, die Ölförderquoten heraufzusetzen,reagierte der Markt am Donnerstag erleichtert, aber nicht euphorisch. DasBörsenbarometer DAX kam seit Montag trotzdem kaum von der Stelle undlegte bis zum Freitag etwas mehr als ein Prozent auf 3.959,64 Punkten zu.

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Furcht vor Terroranschlägen, der auf Rekordniveaunotierende Ölpreis sowie die unvermindert andauernde Leitzinsdiskussion haben inder vergangenen Woche das Geschehen an den internationalen Aktienmärktenbestimmt. Auf den Beschluss der OPEC-Staaten, die Ölförderquoten heraufzusetzen,reagierte der Markt am Donnerstag erleichtert, aber nicht euphorisch. DasBörsenbarometer DAX kam seit Montag trotzdem kaum von der Stelle undlegte bis zum Freitag etwas mehr als ein Prozent auf 3.959,64 Punkten zu.

Börsianer befürchten, dass selbst eine drastische Anhebung der Fördermengedie Ölpreise nicht spürbar sinken lässt. Die Teuerung der vergangenen Wochen warvor allem durch die starke Nachfrage boomender Volkswirtschaften wie Chinagetrieben wurde. Einige Marktteilnehmer wiesen darauf hin, dass vieleFörderländer bereits an ihren Kapazitätsgrenzen operierten und die Produktiondaher nur noch geringfügig steigern könnten.

LEITZINSEN

"Da sich die höheren Ölpreise inzwischen in steigenden Verbraucherpreisenniederschlagen, nahm die Sorge zu, die EZB könnte bereits diese Woche Signalefür eine baldige Leitzinserhöhung aussenden", sagten die Experten derBankgesellschaft Berlin. Am Donnerstag ließen sich die obersten europäischenWährungshüter im Frankfurter Euro-Tower in der Geldpolitik aber alle Optionenoffen: "Wir tendieren in keine Richtung und wir bleiben wachsam", sagteEZB-Präsident Jean-Claude Trichet. Der wichtigste Leitzins in der Euro-Zonewurde unverändert auf dem historischen Tiefststand von 2,0 Prozent belassen.

Der breite Konjunkturaufschwung in den USA und der zum Teil Ölpreis bedingtestärkere Preisauftrieb haben den Druck auf die US-Notenbank Fed ebenfallsmerklich erhöht, die Phase niedriger Zinsen jetzt zu beenden, hieß es bei denExperten der Commerzbank.

DEUTSCHE BANK

Auf der Unternehmensseite musste sich Deutsche-Bank-Chef JosefAckermann auf der Hauptversammlung der Aktionärskritik stellen: Nach Ansicht derAnteilseigner hat die Bank den Postbank-Börsengang schlecht vorbereitet und"kräftig an Vertrauen verloren". Vor allem die Tatsache, dass vertraulicheInformationen zur Bewertung der Postbank an die Öffentlichkeit gelangten, habedem Image geschadet, kritisierte Klaus Schneider, Vorsitzender derSchutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK). Die Münchener Rück gabam Donnerstag ihre endgültigen Zahlen bekannt und überzeugte die Investoren auchim Detail von der Geschäftsqualität des weltgrößten Rückversicherers.

In der verkürzten Handelswoche hatte außerdem der weltgrößte ChipkonzernIntel seine bisherige Umsatzprognose für das laufendezweite Quartal präzisiert. Intel rechnet nun mit Umsätzen am oberen Ende derbisherigen Prognosespanne und sorgte damit auch bei der Infineon-Aktie für Kaufinteresse. Für die Chip-Industrie etwa, die als wichtiger Frühindikatorfür die wirtschaftliche Entwicklung gilt, rechnet die Commerzbank bereits miteinem kräftigen Anstieg der Umsätze in diesem Jahr.

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