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Wochenrückblick: Ölpreis und Euro schicken Dax auf Berg- und Talfahrt

Der innerhalb dieser Woche um mehr als vier Dollar gesunkene Ölpreis hat am deutschen Aktienmarkt und weltweit für kräftige Kurszuwächse gesorgt.

dpa-afx FRANKFURT. Der innerhalb dieser Woche um mehr als vier Dollar gesunkene Ölpreis hat am deutschen Aktienmarkt und weltweit für kräftige Kurszuwächse gesorgt. Nachdem der deutsche Leitindex Dax am Montag noch eine rasante Talfahrt bis auf 3 854 Punkte hinlegte, setzte er am Mittwoch zu einer Rallye an, übersprang mit Leichtigkeit die 3 900-Punkte-Marke und baute die Gewinne bis zum Freitag weiter aus. Mit 3 960,25 Punkten ging er schließlich ins Wochenende. Das ist im Vergleich zum vergangenen Freitag zwar nur ein Plus von 0,64 Prozent, doch seine Schwankungsbreite umfasste in dieser Woche rund 155 Punkte.

"In dieser Berichtswoche hat sich einmal mehr gezeigt, wie stark die Marktteilnehmer derzeit auf die Entwicklung der Ölpreise achten", lautete der Kommentar der Bankgesellschaft Berlin. Die positiven Impulse für die Börse kamen zunächst aus den USA, wo über deutlich gestiegene Rohölvorräte berichtet wurde. Dann folgte die erste Leitzinserhöhung in China seit mehr als neun Jahren, von der nun eine Konjunkturabkühlung im bevölkerungsreichsten Land der Welt erwartet wird. Auch der Euro rückte wieder in den Blickpunkt: Bei mehr als 1,28 Dollar am Montag blieb er nur knapp unter seinem Jahreshoch von 1,29 Dollar, was zu Wochenbeginn spürbare Verluste an den Märkten ausgelöst hatte.

Neben den konjunkturellen Daten, die den Börsenindizes weltweit die Richtung wiesen, rückten nach Quartalsbilanzen auch einige Dax-Unternehmen in den Fokus. Der Markt musste hier allerdings überwiegend Enttäuschungen verarbeiten: Sowohl Daimler-Chrysler als auch Deutsche Bank und Metro blieben hinter den Erwartungen zurück.

So meldeten Volkswagen und Daimler-Chrysler am Donnerstag Gewinneinbrüche im dritten Quartal. Da jedoch bei VW mit verheerenderen Neuigkeiten gerechnet worden war und die Jahresprognose bestätigt wurde, konnte die Aktie am Donnerstag spürbar zulegen. Die deutlichen Worte des Daimler-Chrysler-Konzerns zur Schwäche der Mercedes Car Group mit ihren Modellen Mercedes, smart und Maybach trafen den Markt hingegen überraschend - zumal auch 2005 mit Schwierigkeiten gerechnet wird. Zahlreiche Analystenhäuser reagierten mit Abstufungen der Aktie.

Auch die Deutsche Bank, die Nummer Eins hierzulande, vermochte mit ihren Quartalszahlen am Freitag nicht zu glänzen. Die Ergebnisqualität wurde von Analysten kritisiert, da der höher als erwartet ausgefallene Gewinn vor allem aus einer deutlich niedrigeren Risikovorsorge und einem guten Handelsergebnis resultierten. Auch Deutschlands größter Einzelhandelskonzern Metro enttäuschte. Er steigerte im dritten Quartal Umsatz und Ertrag nicht ganz so stark wie am Markt erhofft worden war und setzt nun seine Hoffung auf das Weihnachtsgeschäft.

Altana rückten in den Fokus, nachdem die Bad Homburger bekannt gaben, ihren Zulassungsantrag für das Atemwegmedikament Roflumilast, auch Daxas genannt, in den USA auf unbestimmte Zeit zu verschieben. Es sei schwerer als erwartet, genügend Patienten für die umfangreichen klinischen Abschlussstudien zu gewinnen, lautete die Begründung, die den Titel am Donnerstag um knapp acht Prozent belastete.

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