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Wochenrückblick: Stimmung gebessert - Öl bleibt Thema - Trendwende bleibt aus

Mit dem Abrücken des Ölpreises vom Rekordniveau hat sich die Stimmung an den Aktienmärkten in der vergangenen Woche leicht verbessert. Der DAX überstieg erstmals seit drei Wochen die Marke von 3 800 Punkten. Das Wort "Trendwende" mochte an der Frankfurter Börse aber kein Händler ernsthaft in den Mund nehmen. Vom Jahreshoch bei 4 175 Punkten bleibt der DAX auf dem am Freitag erreichten Niveau noch mehr als 300 Zähler oder acht Prozent entfernt.

dpa-afx FRANKFURT. Mit dem Abrücken des Ölpreises vom Rekordniveau hat sich die Stimmung an den Aktienmärkten in der vergangenen Woche leicht verbessert. Der DAX überstieg erstmals seit drei Wochen die Marke von 3 800 Punkten. Das Wort "Trendwende" mochte an der Frankfurter Börse aber kein Händler ernsthaft in den Mund nehmen. Vom Jahreshoch bei 4 175 Punkten bleibt der DAX auf dem am Freitag erreichten Niveau noch mehr als 300 Zähler oder acht Prozent entfernt.

IFO-Daten FÜR August Flankierten Freundliche Entwicklung

Flankiert wurde diese verhalten freundliche Entwicklung vom renommierten ifo-Institut. Trotz der zum Zeitpunkt der Erhebung sehr hohen Ölpreise wies der Geschäftsklimaindex am Donnerstag nur einen geringen Rückgang auf und überraschte damit positiv. Die befragten Unternehmen sehen weiterhin gute Exportchancen und schätzten ihre Geschäftslage im August besser ein als zum Ende des zweiten Quartals.

"Dieser Anstieg der Lagekomponente des Geschäftsklimas signalisiert, dass sich die Wirtschaftserholung zu Beginn des zweiten Halbjahres fortgesetzt hat", folgerten die Analysten der Bankgesellschaft Berlin. Damit seien die Sorgen, durch die hohen Ölpreise könnte gerade die noch auf keiner breiten Grundlage stehende Konjunkturerholung in Deutschland stärkeren Schaden nehmen, in den Hintergrund getreten.

Umsätze Niedrig, Kaum Impulse

Beim Blick auf die ungewöhnlich niedrigen Umsätze wurde jedoch erneut sichtbar, dass ein nachhaltiges Vertrauen in die Börse nicht gegeben ist. Die kaum fundamental, sondern vielmehr psychologische Abhängigkeit von der Ölpreisentwicklung sorgt unverändert für erhebliche Nervosität an den Aktienmärkten und schreckt die Anleger ab.

Zudem waren die letzten fünf Handelstage auch außerordentlich arm an Unternehmensnachrichten. Bei Volkswagen AG sorgte die Forderung nach einer Nullrunde für Schlagzeilen und moderate Kursgewinne. Und ein Softwarefehler bei einem verbreiteten Handytyp belastete Siemens-Aktien am Freitag, als zudem Gerüchte über eine Gewinnwarnung bei Sony die Runde machten. Es handelte sich dabei aber offenbar um einen Übersetzungsfehler./mnr/mw

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