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Wochenrückblick: US-Wahl und Ölpreis stützen Dax - Viele Unternehmensdaten

Der eindeutige Ausgang der Präsidentschaftswahl in den USA und ein sinkender Ölpreis haben den deutschen Aktienmarkt in der vergangenen Woche angetrieben. Zudem prägten zahlreiche Quartalsbilanzen den Handel.

dpa-afx FRANKFURT. Der eindeutige Ausgang der Präsidentschaftswahl in den USA und ein sinkender Ölpreis haben den deutschen Aktienmarkt in der vergangenen Woche angetrieben. Zudem prägten zahlreiche Quartalsbilanzen den Handel. Der an den Märkten mit Spannung erwartet US-Arbeitsmarktbericht überraschte die Anleger am Freitag positiv. Die Beschäftigtenzahl in den USA stieg im Oktober deutlich stärker als erwartet.

Aktienstratege Klaus Stabel von der Wertpapierhandelsbank ICF Kursmakler bewertete den schnellen und klaren Wahlausgang in den USA positiv: "Die Anleger haben nun das erwünschte, klare Ergebnis gebracht. Zudem schlägt das Börsenherz eher republikanisch, also für den wiedergewählten Präsidenten George W. Bush." Ein wochenlanges Gezerre wie vor vier Jahren "wäre Gift für die Börsen gewesen". Auch die Commerzbank-Experten zeigten sich zufrieden: "Der eindeutige Ausgang der US-Wahlen führte besonders in Amerika zu kräftigen Kursgewinnen."

Gemischte Quartalszahlen

Die vorgelegten Quartalszahlen fielen nach Einschätzung von Marktbeobachtern gemischt aus. "Es fällt aber schon auf, dass selbst enttäuschende Zahlen die Kurse der betreffenden Aktien kaum belasteten", sagte ICF-Stratege Stabel. Nach einem schwachen dritten Quartal gab die Hypovereinsbank (HVB) ihr Jahresziel für 2004 auf. Dennoch legte die Aktie nach anfänglichen Verlusten zu. Analysten erklärten dies auch mit Übernahmespekulationen. Zudem habe HVB-Chef Dieter Rampl den Markt schon Mitte Oktober auf ein schwaches Handelsergebnis vorbereitet.

Allerdings gab es für die Investoren auch positive Nachrichten. So will die Deutsche Post nach gutem Geschäftsverlauf die Dividende für Aktionäre von 0,44 Euro auf 0,50 Euro erhöhen. Der Bad Homburger Pharma- und Spezialchemiekonzern Altana hob nach einem teils deutlich über den Erwartungen liegenden dritten Quartal seine Prognose für 2004 an. Europas größter Sportartikelhersteller adidas-Salomon steigerte seinen Gewinn und übertraf damit die Erwartungen der Analysten knapp.

BMW Enttäuscht Anleger - Kompromiss IM Tarifkonflikt BEI VW

Auch aus der Autobranche gab es einige kursbewegende Nachrichten. Der BMW-Konzern enttäuschte mit seinen Zahlen seine erfolgsverwöhnten Aktionäre. "Umsatz und Überschuss lagen unter den Marktprognosen", sagte ein Börsianer. Nach sechs Wochen heftiger Auseinandersetzung mit massiven Warnstreiks und nächtelanger Kompromiss-Suche legten IG Metall und VW ihren Tarifkonflikt um drastische Kostensenkungen ohne Arbeitskampf bei. Der Autozulieferer Continental steigerte den operativen Gewinn im dritten Quartal deutlich und bestätigte seine Jahresprognosen.

Knapp drei Wochen vor der überlebenswichtigen Hauptversammlung des Handelskonzerns Karstadt-Quelle offenbarte sich das ganze Ausmaß der Existenzkrise. Die am Mittwoch vorgelegten Zahlen für das dritte Quartal zeigten, dass die Umsatzeinbrüche und Milliardenverluste an die Substanz des Traditionsunternehmens gehen.

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