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Wölfe verlieren Tabellenspitze in Hamburg

Nach vier Wochen an der Tabellenspitze ist der VfL Wolfsburg vom Hamburger SV entthront worden. Beim 1:3 (1:2) im Nordderby kassierten die „Wölfe“ die vierte Auswärtsniederlage in Serie und mussten Bayern München an sich vorbeiziehen lassen.

dpa HAMBURG. Nach vier Wochen an der Tabellenspitze ist der VfL Wolfsburg vom Hamburger SV entthront worden. Beim 1:3 (1:2) im Nordderby kassierten die "Wölfe" die vierte Auswärtsniederlage in Serie und mussten Bayern München an sich vorbeiziehen lassen.

Auch das schnellste Tor der Saison durch Nationalspieler Thomas Brdaric nach nur 19 Sekunden nutzte dem bisherigen Überraschungsteam der Liga nichts. Dank der Treffer von Kapitän Daniel van Buyten (40.), Sergej Barbarez (45.) und Bernardo Romeo (90.+2) schafften die Hamburger die Wende und setzten ihre Erfolgsserie mit dem vierten Sieg im sechsten Spiel unter dem neuen Trainer Thomas Doll fort.

"Das war schon stark, wie die Mannschaft reagiert hat", lobte der HSV-Coach, warnte aber vor zu großen Erwartungen nach dem Sprung auf den zehnten Tabellenplatz: "Das war ein toller Sieg gegen ein Spitzenteam. Aber bei aller Euphorie: Wir müssen mit beiden Beinen auf dem Boden bleiben." Dolls VfL-Kollege Erik Gerets war sichtlich sauer auf sein Team: "Wenn man 1:0 führt, muss man Ruhe ins Spiel bringen und den Ball laufen lassen." Zur schwachen Leistung der Wolfsburger passte die gelb-rote Karte für den Argentinier Facundo Quiroga (71.) wegen wiederholten Foulspiels.

Die Gastgeber verdienten sich vor 48 246 Zuschauer in der AOL-Arena den Erfolg mit einer engagierten Offensivleistung. Die Hamburger, die erneut auf Stürmerstar Emile Mpenza wegen einer Hautentzündung verzichten mussten, zeigten sich vom Blitztor durch Brdaric nur kurz geschockt. Stefan Beinlich (3.) mit einem Freistoß, Barbarez (5.) per Kopf und Almani Moreira (13.) mit einem Fernschuss hätten früh für den Ausgleich sorgen können.

Nach einer Viertelstunde stellten sich die Wolfsburger besser auf die Hamburger ein und ließen ihnen kaum noch Raum für gefährliche Aktionen. So musste eine Standardsituation für den HSV-Ausgleich herhalten: Der beste Hamburger van Buyten (40.) traf mit einem Freistoß aus 18 m. Der Treffer war der Startschuss zu einem furiosen Sturmlauf des HSV vor der Pause, den Barbarez (45.) mit seinem Tor krönte. Der Japaner Naohiro Takahara hätte sogar noch in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit die Entscheidungen erzwingen können, scheiterte aber.

Vom Wolfsburger Angriffsspiel war auch nach der Pause nichts zu sehen. Der rotgesperrte Spielmacher Andres D'Alessandro fehlte an allen Ecken und Enden, Torjäger Martin Petrow blieb blass. So hatten die Hamburger auch im zweiten Abschnitt mehr vom Spiel und hätten bei Chancen von David Jarolim (48.), van Buyten (61.) und Takahara (62.) schon früh alles klar machen können. Doch spätestens nach dem Platzverweis für Quiroga hatte der HSV keine Mühe mehr, das Spiel zu kontrollieren. In der Nachspielzeit erzielte der eingewechselte Romeo den Endstand zum 3:1, mit dem die Mannschaft einen Tag vor der Mitgliederversammlung für beste Stimmung beim HSV-Vorstand sorgte.

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