Wohin gehen die Unternehmen, wenn sie ihre Notquartiere verlassen?
Süden Manhattans nur noch zweite Wahl

Nach dem Terroranschlag vom 11. September suchen New Yorker Finanzfirmen neue Büros.

rrl DÜSSELDORF. Der Anschlag auf das World Trade Center hat ein Fünftel des Büroraums im Süden Manhattans in Schutt und Asche gelegt. Der Onlineimmobilienmakler TenantWise beziffert den zerstörten Büroraum in Downtown Manhattan auf 13,4 Millionen "square feet (sf)", das sind 1,2 Millionen Quadratmeter (qm), weitere 18,5 Millionen sf (1,7 Millionen qm) seien beschädigt. TenantWise überschlägt, dass allein 60 Prozent der Class-A-Büroräume im Financial District zerstört oder beschädigt sind. Dies sind Büros mit Topausstattung im Finanzzentrum rund um die berühmte Börse an der Wall Street.

Die meisten Firmen, die ihr Domizil verloren, haben Ausweichquartiere gefunden in Midtown Manhattan oder in den Nachbarstaaten New Jersey und Connecticut. Auf der anderen Seite des Hudson River, etwa in Jersey City, und in Connecticut seien 23 Prozent der vom Anschlag betroffenen Firmen untergebracht, hat eine Tochter der Immobilienfirma Insignia Financial Group ermittelt.

Die entscheidende Frage lautet: Wohin gehen die Unternehmen, wenn sie ihre Notquartiere verlassen? Eine Umfrage von TenantWise zeigt: Lower Manhattan ist von Betroffenen zumindest vorläufig wenig gefragt. Viele, die aus ihren Mietverträgen zurzeit noch nicht herauskommen, suchen Untermieter und riskieren dabei sogar, draufzulegen.

Zu den prominenten Firmen, die zumindest mit einem Teil ihrer Räume den Financial District verlassen wollen, gehören die Investmentbanken Merrill Lynch und Lehman Brothers sowie die Computerbörse Nasdaq. "Wir mögen unsere Räume in Downtown, aber hier in Midtown, wo mehr und mehr unserer Aktivitäten stattfinden, läuft das Geschäft besser", sagte Nasdaq-Chef Hardwick Simmons dem Wall Street Journal.

Die Ergebnisse der TenantWise-Umfrage in Zahlen: Von den großen Mietern, deren Räume zerstört wurden - dies sind beispielsweise Investmentbanken, Börsenhandelsfirmen, große Anwaltskanzleien -, wollen 68 Prozent ihre Geschäfte künftig von Midtown Manhattan, acht Prozent von New Jersey aus betreiben. Unter denen, die vor dem 11. September in jetzt noch beschädigten Gebäuden logierten, will rund die Hälfte dem Süden von Manhattan den Rücken kehren. Davon will jeweils die Hälfte nach Midtown und New Jersey ziehen.

In New Jersey gewinnt vor allem die Jersey City, die durch U-Bahn-Linien, Autotunnels und Fähren über den Hudson River mit Manhattan verbunden ist. Das spricht dafür, dass die Mieten in Jersey City und Midtown Manhattan anziehen werden. Profitieren würden davon die Zeichner des GVP-Fonds VI und des CFB-Fonds 141 mit dem Chrysler Building in Midtown und dem Financial Tower in Jersey City.

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