Wohnungsbau ins Stocken geraten
Ifo: Bauwirtschaft bleibt Wachstumsbremse in Europa

Nach seiner annähernden Stagnation im laufenden Jahr wird der europäische Bausektor nach Einschätzung des Münchener Ifo-Instituts ab 2003 wieder leicht wachsen. Die Belebung wird nach Ansicht der Wirtschaftsforscher überwiegend Mittel- und Osteuropa betreffen.

Reuters MÜNCHEN. Für 2003 werde für ganz Europa - gemessen in Preisen des Jahres 2001 - mit einem Anstieg des Bauvolumens um 0,6 % nach 0,1 % im laufenden Jahr gerechnet, teilte das Ifo-Institut für Wirtschaftsforschung am Freitag in München mit. Für 2004 werde eine weitere Beschleunigung des Wachstums auf 1,2 % erwartet. "Die Bauwirtschaft wird im Prognosezeitraum nicht wieder zur europäischen Konjunkturlokomotive, weil im Durchschnitt nur eine ganz moderate Erholung zu erwarten ist", hieß es.

In Mittel- und Osteuropa rechnet ifo den Angaben zufolge 2003 mit einem Wachstum des Bauvolumens um 4,4 % und 2004 mit einem Anstieg um sieben Prozent. 2002 werde die Branche in der Region hingegen noch um 2,9 % schrumpfen. In Westeuropa werde der Bausektor mit 0,4 % 2003 und einem Prozent 2004 hingegen deutlich schwächer wachsen. Für das laufende Jahr prognostiziert ifo einen Anstieg um 0,3 %. Weiter gehen die Wirtschaftsforscher davon aus, dass in Westeuropa der Bauanteil am Bruttoinlandsprodukt weiter sinkt, während er in Mittel- und Osteuropa ab 2003 steigen dürfte.

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