Wolf: "Neuer Mobilisierungsschub" möglich
Wolf setzt auf Zusammenarbeit

Berlins designierter Wirtschaftssenator Harald Wolf (PDS) setzt bei der Konsolidierung des maroden Berliner Haushalts weiter auf eine enge Zusammenarbeit mit der Wirtschaft und den Gewerkschaften.

HB BERLIN. "Ich werde versuchen, durch ergebnisorientierte Arbeit hart an der Sache, Vertrauen in der Berliner Wirtschaft, aber auch bei den Gewerkschaften zu gewinnen, um damit einen Beitrag zur Überwindung der schwierigen Lage der Stadt zu leisten", sagte Wolf am Dienstag.

Der überraschende Rücktritt von Gregor Gysi (PDS) als Wirtschaftssenator könne zu einem "neuen Mobilisierungsschub" bei der PDS führen, sagte Wolf. "Ich glaube, dass die Reaktionen auf Gysis Rücktrittsgrund sehr ambivalent sind. Die einen äußern großes Bedauern darüber, dass er zurücktritt. Bei den anderen gibt es aber auch eine Haltung: Wenn jemand solch hohe moralische Kriterien anlegt, dann zeigt es, dass auch in der Politik heute noch andere Maßstäbe möglich sind."

Wolf will One-Stop-Agency gründen

Als erstes Vorhaben will Wolf die eine als One-Stop-Agency bezeichnete Anlaufstelle für Investoren verwirklichen. Auf Grund der bereits geleisteten Vorarbeiten könne sie bereits von Herbst an arbeiten, sagte er einem Radiosender. Dies werde für die Wirtschaft eine erhebliche Vereinfachung in der Zusammenarbeit mit der Berliner Verwaltung bringen.

Der PDS-Landesvorstand stimmte am Montagabend einstimmig für den aus dem südhessischen Offenbach stammenden, 45 Jahre alten PDS - Fraktionschef im Berliner Abgeordnetenhaus. Dem Vorschlag muss das Landesparlament noch zustimmen, allerdings gilt dies als sicher.

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