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Wolfsburg behauptet Spitze mit 3:0 über Stuttgart

Der VfL Wolfsburg hat die Tabellenführung in der Fußball-Bundesliga mit einem klaren 3:0 (1:0) über den VfB Stuttgart behauptet.

dpa WOLFSBURG. Der VfL Wolfsburg hat die Tabellenführung in der Fußball-Bundesliga mit einem klaren 3:0 (1:0) über den VfB Stuttgart behauptet.

Nationalstürmer Thomas Brdaric (42.), der zum ersten Mal nach 833 torlosen Bundesliga-Minuten wieder jubeln durfte, und Martin Petrow (69./76.) erzielten vor 29 076 Zuschauern in der Volkswagen-Arena die Tore zum sechsten Heimsieg für die Niedersachsen. "Das war taktisch vielleicht unsere beste Saisonleistung. Ohne die hätten wir eine Mannschaft wie den VfB auch nicht bezwingen können", lobte Wolfsburgs Trainer Erik Gerets den Auftritt seiner Mannschaft.

Beim VfB ist der erhoffte Aufschwung nach der zweiten 0:3-Schlappe innerhalb von nur vier Tagen hingegen schon wieder Geschichte. "Uns hat nach dem harten Programm der letzten Wochen die Frische gefehlt. Wer ganz nach oben will, darf nicht solche individuellen Fehler machen", kritisierte Trainer Matthias Sammer nach der vierten Saisonniederlage.

Vor der Saison-Rekordkulisse in Wolfsburg taten sich die Hausherren im Bemühen, die hoch gesteckten Erwartungen ihrer Anhänger zu erfüllen, zunächst sehr schwer. Das Engagement stimmte zwar von der ersten Minute an. Ohne den gesperrten Regisseur Andres D'Alessandro fehlte es dem Spielaufbau aber an Konstruktivität und überraschenden Ideen. Auf den ersten wirklich sehenswerten Spielzug mussten die Zuschauer 42 Minuten warten. Dann aber wurden zumindest die VfL-Anhänger für die an Höhepunkten arme erste Halbzeit entschädigt. Pablo Thiam setzte sich auf der rechten Seite durch und bediente den in Mittelstürmer-Position lauernden Brdaric, der unhaltbar für Timo Hildebrand zur verdienten Gastgeber-Führung einschoss.

Ähnlich hochkarätige Möglichkeiten hatten die drei Tage nach dem 0:3 im DFB-Pokal bei Bayern München zunächst sehr auf Sicherheit bedachten Schwaben vor dem Wechsel nicht. Die Vierer-Abwehrkette, in der Silvio Meißner die Position des verletzten Nationalverteidigers Andreas Hinkel einnahm, stand zwar sehr sicher. Nach vorn fehlte es allerdings an Zielstrebigkeit und Durchsetzungsvermögen, so dass Wolfsburgs Torhüter Simon Jentzsch in den ersten 45 Minuten nicht ein einziges Mal ernsthaft eingreifen musste.

Gäste-Trainer Sammer reagierte auf die unzureichenden Offensivbemühungen seiner Elf und brachte mit Wiederanpfiff Horst Heldt für den enttäuschenden Lubomir Vranjes. Der fast 35 Jahre alte Routinier führte sich mit einem 25 Meter-Freistoß, den Jentzsch nur fausten konnte, sofort ansprechend ein und hatte auch in der Folge maßgeblichen Anteil an dem nun ansehnlicheren Spiel.

Den Lohn dafür kassierte aber der Gegner. Petrow schloss eine sehenswerte Einzelaktion von der linken Seite aus zum 2:0 für die "Wölfe" und damit zur Vorentscheidung ab. Nur sieben Minuten später war der beste Mann auf dem Platz erneut zur Stelle und schoss nach einem schnellen Konter zu seinem bereits siebten Saisontreffer ein.

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