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Wolfsburg nach 2:1 bei Rostock Tabellenführer

Der VfL Wolfsburg hat erstmals seit dem Aufstieg 1997 die Tabellenführung in der Fußball-Bundesliga übernommen. Mit dem 2:1 (1:1)-Sieg beim FC Hansa Rostock feierte die Mannschaft von Trainer Erik Gerets bereits den dritten Erfolg in Serie.

dpa ROSTOCK. Der VfL Wolfsburg hat erstmals seit dem Aufstieg 1997 die Tabellenführung in der Fußball-Bundesliga übernommen. Mit dem 2:1 (1:1)-Sieg beim FC Hansa Rostock feierte die Mannschaft von Trainer Erik Gerets bereits den dritten Erfolg in Serie.

Damit ist sie als einziges Team auf fremdem Platz noch ohne Punktverlust. Diego Klimowicz (17.) und Pablo Thiam (78.) machten am 5. Spieltag vor rund 13 000 Zuschauern im Ostseestadion den bereits vierten vollen Punktgewinn der Niedersachsen perfekt.

Für die Hanseaten, die durch den ersten Saisontreffer von Kim Madsen (33.) zwischenzeitlich zum Ausgleich kamen, brechen nach der erneuten Heimpleite hingegen schwere Zeiten an. Die Mannen von Coach Juri Schlünz weisen mit 0 Punkten und 3:9 Toren die schlechteste Heimbilanz der Liga auf. Zudem sah Rene Rydlewicz in der 82. Minute nach wiederholtem Foulspiel die Gelb-Rote Karte.

VfL-Coach Erik Gerets war trotz des Erfolges nicht zufrieden: "Wir haben nicht gut gespielt, aber bis zum Umfallen gekämpft. Mahr war heute nicht drin", resümierte der Belgier nüchtern. Schlünz hofft nach der erneuten Pleite im Osatseestadion darauf, dass seine Mannschaft "keinen Heimkomplex aufbaut. Wir haben besser gespielt, als beim letzten Mal. Wir müssen weiter an uns glauben."

Gerets, der im Mittelfeld kurzfristig auf seinen zuletzt in bestechender Form agierenden Spielgestalter Andres D'Alessandro (Lymphknotenentzündung in der linken Leiste), den Bulgaren Marian Hristow (Meniskus-Operation) sowie den grippekranken Thomas Rytter verzichten musste, beorderte stattdessen Martin Petrow, Hans Sarpei und Stefan Schnoor in die Startelf. Sein Gegenüber Schlünz ließ Ronald Maul auf der Bank und schenkte dem wieder genesenen Delano Hill in der Viererkette das Vertrauen.

Zunächst setzten vor allem die Gäste die Akzente. Der VfL, angetrieben von dem agilen Pablo Thiam, agierte gefälliger als die pomadigen Rostocker. Nach einem öffnenden Pass von Kevin Hofland konnte Patrick Weiser von der linken Seite ungehindert den flinken Klimowicz mit einer Flanke bedienen. Der Spanier war einen Schritt schneller als Joakim Persson und versenkte den Ball sicher im Rostocker Tor.

Von der von Schlünz geforderten Wiedergutmachung nach dem 2:3 gegen Kaiserslautern am vergangenen Sonntag war bei Hansa nicht allzu viel zu sehen. Das Mittelfeld um Marcus Lantz und Rydlewicz blieb blass. Die Abseitsfalle der Wolfsburger schnappte ein ums andere Mal zu. Der Ausgleich fiel praktisch aus dem Nichts. Madsen nutzte nach einer Ecke das Durcheinander im Wolfsburger Fünfmeterraum und netzte zum 1:1 ein.

Nach der Pause drängte Hansa auf die Führung. Doch sowohl Hill (48./53.) als auch Razundara Tjikuzu (59.) scheiterten. In der 61. Minute gab es nach einer Attacke von Kevin Hofland gegen Antonio Di Salvo einen zweifelhaften Elfmeter für die Gastgeber. Doch Neuzugang Marcus Allbäck, der gegen Kaiserslautern bei seinem Bundesliga-Debüt gleich zwei Mal getroffen hatte, schoss zu lässig, und VfL-Keeper Simon Jentzsch konnte parieren. Beim Siegtreffer von Thiam sahen Hansas Abwehr und Schlussmann Mathias Schober schlecht aus.

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