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Wolfsburg schlägt Mainz durch vier Petrow-Tore mit 4:3

Eine Vier-Tore-Gala von Martin Petrow hat dem VfL Wolfsburg für eine weitere Woche die Tabellenführung in der Fußball-Bundesliga beschert.

dpa WOLFSBURG. Eine Vier-Tore-Gala von Martin Petrow hat dem VfL Wolfsburg für eine weitere Woche die Tabellenführung in der Fußball-Bundesliga beschert.

Im turbulenten Spitzenspiel der Überraschungsteams gegen den FSV Mainz 05 gewannen die "Wölfe" dank des überragenden Bulgaren mit 4:3 (2:2). Der Aufsteiger ging durch einen Doppelschlag von Mathias Abel (15. Minute) und Conor Casey (17.) zunächst sogar 2:0 in Führung, ehe die große Zeit von Petrow kam (44./Foulelfmeter, 45+1., 57./Handelfmeter, 62.). Christof Babatz (75.) verkürzte noch für Mainz, das zusätzlich Jürgen Kramny durch eine Rote Karte wegen Handspiels verlor (56.).

"Es war ein spektakuläres Spiel. Jeder Euro war heute gut angelegt", kommentierte der Mainzer Trainer Jürgen Klopp das Geschehen auf dem Rasen. "Für die Zuschauer war es ein sensationelles Spiel, für mich als Trainer in den letzten 15 Minuten nicht, denn wir mussten noch zittern", sagte VfL-Kollege Erik Gerets.

Mainz nutzte zunächst seine Chancen besser und bestrafte individuelle Fehler der Gastgeber. Die Hausherren wirkten nach dem 0:2 eine Viertelstunde lang geschockt und verloren zudem Torjäger Diego Klimowicz, der mit Abel zusammengeprallt war (39.). Beide Spieler erlitten eine Gehirnerschütterung. Bei Mainz, das auf den verletzten Top-Torschützen Niclas Weiland verzichten musste, verließ Mimoun Azaouagh zudem wegen einer Knieverletzung den Platz (20.).

Der für Klimowicz eingewechselte Juan Carlos Menseguez holte gegen den Mainzer Schlussmann Dimo Wache den Elfmeter heraus, den Petrow verwandelte. Nur kurz darauf schob der Bulgare nach Zuspiel von Nationalspieler Thomas Brdaric zum 2:2 ein. Brdaric hatte zuvor selbst zwei Mal den ersten Wolfsburger Treffer vergeben und dabei unter anderem per Kopf nur die Latte (42.) getroffen.

Vor 25 000 begeisterten Zuschauern machte der VfL mit Petrow und Brdaric nach der Pause da weiter, wo er gegen die zunehmend passiven Mainzer kurz vorher aufgehört hatte. Brdaric verpasste nach Eingaben des nicht zu bremsenden Petrow zwei Mal die Führung (50./52.), die dann fast schon fiel, als Kramny einen Schuss des formverbesserten Regisseurs Andres D'Alessandro an den Pfosten abfälschte (53.).

Vier Minuten später rettete Kramny gegen Hofland per Hand auf der Torlinie und sah Rot, Petrow verwandelte auch seinen zweiten Elfmeter. Der 25-Jährige, dem in dieser Saison bisher erst ein Treffer gelungen war, krönte seine Leistung mit dem 4:2. Nach Flanke von Miroslav Karhan senkte sich Petrows Aufsetzer aus spitzem Winkel über Wache ins lange Eck. Der Keeper verhinderte gegen den schnell und immer wieder über die Flügel angreifenden Spitzenreiter am Ende ein Debakel, Babatz traf sogar noch per Freistoß für die wackeren Gäste, die am Ende auf den Ausgleich drängten.

Beim VfL Wolfsburg steht die Verpflichtung von Ex-Nationalspieler Marco Bode offenbar kurz vor dem Abschluss. Wie Geschäftsführer Klaus Fuchs nach dem Abpfiff erklärte, will er bis spätestens Sonntagmorgen mit dem langjährigen Bremer Profi sprechen. Bis zur Mittagszeit werde wohl Klarheit herrschen, erklärte Fuchs.

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