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Wolfsburg unterliegt Hertha 2:3

Mittelfeldstar Marcelinho von Hertha BSC hat den sportlichen Höhenflug des Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg gestoppt. Der Brasilianer erzielte alle drei Gäste-Tore beim 3:2 (1:0) der Berliner vor 23 886 Zuschauern in der Volkswagen Arena.

dpa WOLFSBURG. Mittelfeldstar Marcelinho von Hertha BSC hat den sportlichen Höhenflug des Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg gestoppt. Der Brasilianer erzielte alle drei Gäste-Tore beim 3:2 (1:0) der Berliner vor 23 886 Zuschauern in der Volkswagen Arena.

"Für seine Leistung gibt es nur ein Prädikat: Weltklasse", lobte Hertha-Manager Dieter Hoeneß den überragenden Auftritt seines Mittelfeld-Regisseurs.

Den Hausherren war hingegen nicht nach Superlativen zumute. Die Treffer von Pablo Thiam (50.) Thomas Brdaric (68.) konnten die erste Niederlage nach sechs Heimsiegen in Folge nicht verhindern. Zudem verloren die Niedersachsen durch die Pleite vorerst den Anschluss an Tabellenführer Bayern München. "Wir haben heute zu viele individuelle Fehler gemacht. Herthas Sieg war nicht unverdient", gestand Trainer Erik Gerets.

Auch die Chefetage der Wolfsburger war einen Tag vor der Inthronisierung von Ex-Nationalspieler Thomas Strunz als neuen Sportdirektor für den im August zurückgetretenen Peter Pander alles andere als zufrieden. "Wir haben uns selbst geschlagen und eine glänzende Ausgangsposition vor den letzten drei Spielen bis zur Winterpause zerstört", kritisierte VfL-Geschäftsführer Klaus Fuchs.

Die zweite Heimniederlage des VfL hatte sich früh angedeutet. Bereits nach zwölf Minuten tauchte Herthas Gilberto nach einem Konter über die linke Seite gefährlich vor dem VfL-Tor auf. Keeper Simon Jentzsch konnte dessen platzierten Schuss aber im letzten Moment noch zur Ecke lenken.

Nur vier Minuten später war aber auch Jentzsch machtlos. Hans Sarpei verlor im defensiven Mittelfeld den Ball an Marcelinho. Der Brasilianer bedankte sich, lief los, umkurvte Wolfsburgs Torhüter und schoss überlegt zu seinem achten Saisontreffer ein. Noch vor der Pause hätte Herthas Regisseur nachlegen können, aber im erneuten Duell mit Jentzsch zögerte er zu lange (35.).

Zu diesem Zeitpunkt hatte VfL-Trainer Erik Gerets bereits auf die ungenügenden Offensivbemühungen reagiert und Nationalspieler Thomas Brdaric für "Unglücksrabe" Sarpei eingewechselt. Die Maßnahme zahlte sich allerdings erst in der Schlussphase der ersten Halbzeit aus, als Pablo Thiam (42.) und Brdaric (44.) zwei hochkarätige Möglichkeiten für die wieder mit dem zuvor gesperrten Regisseur Andres D'Alessandro angetretenen Hausherren hatten, diese aber vergaben.

Was Marcelinho vor dem Wechsel noch verwehrt geblieben war, holte er unmittelbar nach Wiederanpfiff nach. Der neunte Saisontreffer bedeutete aber auch jetzt keine Vorentscheidung, weil die "Wölfe" mit einem wunderschönen 16-Meter-Schuss von Thiam in den linken Winkel sofort zurückschlugen. Danach starteten der VfL zwar noch einen Sturmlauf, dem aber erneut der überragende Marcelinho den Wind aus den Segeln nahm. "Zu diesem Zeitpunkt war ich mir ziemlich sicher, dass wir die Partie gewinnen werden", meinte Hertha-Trainer Falko Götz nach dem vierten Auswärtssieg in dieser Saison.

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