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Wolfsburg unterliegt HSV - Bayern auf Platz 1

Nach 18 Monaten hat der FC Bayern München erstmals wieder die Tabellenspitze der Fußball-Bundesliga erobert und seine Titelambitionen untermauert.

dpa DÜSSELDORF. Nach 18 Monaten hat der FC Bayern München erstmals wieder die Tabellenspitze der Fußball-Bundesliga erobert und seine Titelambitionen untermauert.

Drei Tage vor der Champions-League-Partie gegen Maccabi Tel Aviv besiegte der Rekordmeister den 1. FC Kaiserslautern 3:1, profitierte aber bei der "Machtübernahme" von der abermaligen Auswärtsschwäche des VfL Wolfsburg. Trotz einer Blitzführung von Thomas Brdaric, der sein Team nach nur 20 Sekunden in Führung schoss, unterlagen die "Wölfe" beim Hamburger SV mit 1:3 (1:2) und mussten nach der durch Daniel van Buyten (40.), Sergej Barbarez (45.) und Romeo (90.+2) besiegelten vierten Auswärtspleite den Platz an der Sonne räumen. Insbesondere nach der Gelb-Roten Karte für Facundo Quiroga (71.) war es für den VfL schwer, das Spiel noch zu drehen. Der 1. FC Nürnberg und Hannover 96 trennten mit 1:1. Marek Mintal (81.) glich mit seinem 11. Saisontor die Führung von Daniel Stendel (56.) aus.

"Wir haben jetzt eine Phase, in der es uns gelingt, auch mal ein Spiel umzudrehen", sagte Torsten Frings, der wie Claudio Pizarro und "shooting star" Paolo Guerrero zu den Torschützen zählte. Für Bayern-Trainer Felix Magath zählt nur, dass "wir nach 34 Spieltagen oben stehen". Neben Wolfsburg bleiben auch der FC Schalke 04 (3:0 bei Bayer Leverkusen) und der VfB Stuttgart (1:0 gegen Borussia Mönchengladbach) in der Spitzengruppe.

Die Mannschaft der Stunde heißt aber Arminia Bielefeld. Der beste der drei Aufsteiger bezwang Meister Werder Bremen mit 2:1 und setzte sich im oberen Tabellendrittel fest. "Das ist fantastisch. Aber deshalb werden wir unser Saisonziel nicht ändern", meinte Arminen-Trainer Uwe Rapolder nach dem Sieg durch Tore von Fatmir Vata und Marco Küntzel. Die ins Mittelfeld abgerutschten Bremer hingegen müssen sich nach Meinung von Fabian Ernst neu orientieren. "Vielleicht sollte man nicht so viel nach oben schauen, sondern sich auf die Spiele konzentrieren", sagte der Werder-Profi.

Dem FC Schalke 04 gelang mit dem siebten Sieg im achten Bundesligaspiel unter Trainer Ralf Rangnick bei Bayer Leverkusen die Fortsetzung der Erfolgsserie. Zugleich beendeten die "Königsblauen" mit dem 3:0 die Heimserie der Leverkusener, die zuvor in der Bayarena unbesiegt waren. "Eine tolle Mannschaft sind wir erst, wenn wir am Ende der Saison etwas vorzuweisen haben", meinte Rangnick nach den Toren von Ebbe Sand, Ailton und Lincoln. Bayer hingegen rutschte vor dem Champions-League-Spiel bei Real Madrid erstmals in die unter Tabellenhälfte. "Daran werden wir zu knabbern haben", befand Carsten Ramelow.

Die erste Niederlage für Borussia Mönchengladbach unter Trainer Dick Advocaat bescherte dem VfB Stuttgart nach den 0:3-Pleiten gegen Wolfsburg und Bayern München wieder ein Erfolgserlebnis. "Von einem Wendepunkt würde ich nicht sprechen, genauso wenig, wie ich vorher von einer absoluten Tragödie gesprochen habe", meinte Coach Matthias Sammer, der sich beim 1:0 über das fünfte Saisontor von Nationalstürmer Kevin Kuranyi freuen durfte.

Bei seiner Rückkehr in die Bundesliga fehlten Jörg Berger am Ende sieben Sekunden zum Traumeinstand. "Das tut natürlich weh", kommentierte der neue Coach von Schlusslicht Hansa Rostock den späten 1:1-Ausgleich von Hertha BSC durch Marcelinho. Dennoch zeigte sich das Team von der Ostsee verbessert und lag lange Zeit durch das Tor von Thomas Rasmussen in Führung. "Die Handschrift des neuen Trainers in der taktischen Grundausrichtung war schon zu sehen", befand Rostocks Clubchef Manfred Wimmer.

Nach einer turbulenten Woche haben die Profis von Borussia Dortmund ihren Charaktertest nur mit Ach und Krach bestanden. Zwei erlösende Treffer der beiden Verteidiger Markus Brzenska und Ahmed Madouni bescherten dem BVB das wichtige 2:0 gegen den SC Freiburg. Die Borussen-Fans feierten nach der Partie Trainer Bert van Marwijk, der zuletzt in der Kritik stand. "Das hat mir unheimlich gut getan", bekannte der Niederländer.

Ähnlich prekär wie für die Freiburger ist die Situation für den VfL Bochum nach der 0:1-Niederlage beim FSV Mainz 05. "Wie sich die Mannschaft in der ersten Halbzeit präsentiert hat, war unter aller Sau", schimpfte VfL-Coach Peter Neururer. Die vor eigenem Publikum weiterhin unbesiegten Neulinge aus Mainz kamen durch ein "Tor des Monats" von Antonio da Silva zum knappen Sieg. "Nun können wir beruhigt in die nächsten Spielee gehen", sagte Benjamin Auer.

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