Wolfsburg verliert auch unter Gerets
Werder Bremen hält Vorsprung

Spitzenreiter Werder Bremen hat auch nach dem 28. Bundesliga-Spieltag sieben Zähler Vorsprung auf Verfolger Bayern München. Für Erik Gerets endete sein Trainerdebüt beim VfL Wolfsburg mit einer Enttäuschung.

HB BERLIN. Tabellenführer Werder Bremen hat am 28. Spieltag der Fußball-Bundesliga den Sieben-Punkte-Vorsprung auf Verfolger Bayern München gehalten. Die Hanseaten (66 Zähler) gewannen bei der abstiegsgefährdeten Frankfurter Eintracht am Ostersamstag durch einen Foulelfmeter mit 1:0. Auch der Titelverteidiger aus München (59) punktete beim 2:1-Erfolg gegen Schalke 04 voll. Der Tabellendritte aus Stuttgart spielt erst am Sonntag in Freiburg.

Im Kampf um die Uefa-Cup-Plätze hat weiterhin Bayer Leverkusen die besten Karten. Die Werkself liegt nach dem klaren 6:0-Erfolg über Kaiserslautern auf Rang vier. Auf den fünften Tabellenplatz hat sich nun Borussia Dortmund nach dem 2:0-Sieg in Hamburg vorgeschoben. Die punktgleichen Bochumer (jeweils 45 Zähler) auf Rang sechs haben sich mit dem 4:0-Sieg gegen die Münchner Löwen wieder gefangen.

Auf den Abstiegsplätzen haben zwei Klubs die Plätze getauscht. Hertha BSC steht nach dem 1:0-Erfolg gegen Wolfsburg (28 Punkte) zwar noch auf Rang 16, hat aber nach Punkten mit dem 1. FC Kaiserslautern auf Platz 15 gleichgezogen. Auch Eintracht Frankfurt (26) hat die Hoffnung auf den Klassenerhalt noch nicht aufgegeben. Schlusslicht 1. FC Köln muss am Sonntag mit einem Sieg in Hannover nachziehen.

Hertha BSC - VfL Wolfsburg 1:0 (1:0)

Der Trainerwechsel beim VfL Wolfsburg hat reichlich wenig bewirkt. Die Mannschaft von Trainer Erik Gerets unterlag bei Hertha BSC mit 0:1 (0:1) und kämpft auch weiterhin gegen den Abstieg. Nando Rafael (22.) sicherte den Berlinern mit seinem Treffer den dritten Heimsieg der Saison. Damit trennt die Hertha nur noch die schlechte Tordifferenz von Rang 15. Wolfsburg enttäuschte auch unter dem neuen Coach auf der ganzen Linie.

Bayer Leverkusen - 1. FC Kaiserslautern 6:0 (4:0)

Bayer Leverkusen bleibt nach dem 6:0 (4:0)-Erfolg über den 1. FC Kaiserslautern weiter auf Uefa-Cup-Kurs. Für die Pfälzer wird es im Kampf um den Klassenerhalt nun immer enger. Schon nach drei Minuten waren die Leverkusener in Führung gegangen. Andreas Wenzel hatte den Ball ins eigene Tor befördert. Beim zweiten Treffer war dann ein Leverkusener Stürmer beteiligt. Dimitar Berbatow lenkte den Ball über die Linie (22.). In der Folge brach Kaiserslautern völlig auseinander. Die Brasilianer Lucio (34.) und Franca (37.) sorgten für den 4:0-Halbzeitstand. Yildiray Bastürk (48.) und erneut Franca (55.) trafen zum 6:0-Endstand.

Hansa Rostock - Borussia Mönchengladbach 1:2 (1:1)

Borussia Mönchengladbach hat den Vorsprung auf einen Abstiegsplatz mit dem 2:1 (1:1)-Erfolg bei Hansa Rostock auf drei Zähler ausgebaut. Die glückliche Führung der Platzherren durch Rene Rydlewicz (27.) hielt nur zwei Minuten. Denn der Gladbacher Ivo Ulich sorgte postwendend für den Ausgleich. Die Borussia war die aktivere Mannschaft, konnte aus der Überlegenheit aber lange kein Kapital schlagen. Erst Joris van Hout (83.) gelang der Siegtreffer.

Eintracht Frankfurt - Werder Bremen 0:1 (0:0)

Werder Bremen hat nach zwei Unentschieden in Folge wieder einmal gewonnen. Valerien Ismael sorgte mit einem verwandelten Foulelfmeter (80.) für den glücklichen 1:0 (0:0)-Erfolg bei Eintracht Frankfurt. Die abstiegsgefährdeten Frankfurter hatten gegen den Tabellenführer überraschend gut mitgehalten. Bremen machte erst in der letzten halben Stunde Druck.

Höhepunkt der Partie war eine private Auseinandersetzung zwischen Ioannis Amanatidis von Eintracht Frankfurt und dem Bremer Ümit Davala. Der griechisch-türkische Diskurs endete mit Kopfstößen. Schiedsrichter Jürgen Jansen schickte beide Akteure mit der Roten Karte vom Platz (42.).

VfL Bochum - 1860 München 4:0 (2:0)

Der VfL Bochum hat sich nach den beiden jüngsten Niederlagen wieder gefangen. Die Mannschaft von Peter Neururer hält nach dem 4:0 (2:0)-Erfolg gegen die Münchner Löwen weiter Anschluss an die Uefa Cup-Plätze. Zwei Treffer erzielte Vahid Hashemian vor der Pause (29./40.). Peter Madsen (61.) und Mamadou Diabang (81.) sorgten für den Endstand. Die Gäste fanden dagegen nie ins Spiel. Die Münchner Löwen sind damit der große Verlierer dieses Spieltages und haben jetzt nur noch zwei Zähler Vorsprung auf einen Abstiegsplatz.

Hamburger SV - Borussia Dortmund 0:2 (0:2)

Borussia Dortmund steht nach dem 2:0-Erfolg beim Hamburger SV in der Tabelle wieder auf einem Uefa-Cup-Platz. Nach einem Fehler von Mehdi Mahdavikia hatte Torsten Frings für die frühe BVB-Führung gesorgt (8.). Jan Koller legte nach 28 Minuten nach. Weitere gute Möglichkeiten ließen die Dortmunder ungenutzt. Die Hamburger konnten dem druckvollen Spiel der Gastgeber nichts entgegensetzen und bleiben im Tabellenmittelfeld hängen.

Bayern München - Schalke 04 2:1 (1:1)

Bayern München macht weiter Druck auf Tabellenführer Werder Bremen. Torjäger Roy Makaay sicherte dem Titelverteidiger den 2:1 (1:1)-Erfolg gegen Schalke 04. Dabei hatte Sven Vermant die Gäste schon nach vier Minuten per Foulelfmeter in Führung gebracht. Doch nur weitere vier Minuten später sorgte Makaay für den Ausgleich. Dabei bestimmten die Schalker die Partie in den ersten 20 Minuten. Danach aber kamen die Bayern auf und erspielten sich zahlreiche Chancen. Eine nutzte erneut der Niederländer Makaay (64.) zum Siegtreffer.

Bayern-Torhüter Oliver Kahn musste wegen einer starken Prellung am linken Knie ausgetauscht werden. Der Nationalkeeper hatte sich die Verletzung bei einem Zusammenprall mit Michael Delura zugezogen.

SC Freiburg - VfB Stuttgart

Vier Spiele in Folge ungeschlagen, acht Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz: Die Stimmung in Freiburg ist gut. Schließlich können die auswärts extrem schwachen Breisgauer auf ihre imponierende Heimbilanz bauen. Ginge es allein nach den Heimspielen, würde der SC in der Tabelle auf Rang vier auftauchen. Doch Trainer Volker Finke reichen die 34 Punkte noch nicht: «Zwei Dreier noch - dann hätten wir den Klassenerhalt wohl geschafft.»

Die Ziele des VfB Stuttgart sind da schon höher gesteckt. Allerdings nicht mehr ganz so hoch wie noch vor wenigen Wochen. Teammanager Felix Magath hat jetzt Rang drei als neues Saisonziel benannt, also die Qualifikation für die Champions League. Doch die Schwaben haben ein Problem. Zwar hat die Mannschaft seit sechs Spieltagen nicht mehr verloren. Doch so richtig vorangekommen ist man auch nicht. Im Gegenteil: Der Abstand zum Tabellenzweiten FC Bayern ist wieder größer geworden.

Hannover 96 - 1. FC Köln (beide Partien am Sonntag, 17.30 Uhr)

Der Sieg bei den Münchner Löwen unterstreicht den Aufwärtstrend bei Hannover 96. «Mit jedem Spiel, in dem wir gut stehen, wächst das Selbstvertrauen», betont Torwart Marc Ziegler. Die Abwehr der Niedersachsen stand zuletzt so gut wie noch nie in dieser Saison: Nur vier Gegentreffer in den letzten vier Spielen, von denen keines verloren ging. Die Handschrift von Trainer Ewald Lienen ist unübersehbar. Diese Serie wollen die 96er gegen das Tabellenschlusslicht unbedingt ausbauen.

Auch in Köln ist nach dem jüngsten Sieg plötzlich wieder alles möglich. Durch die Niederlagen der Konkurrenten erscheint der Klassenerhalt doch noch in Reichweite. «Wenn wir in Hannover gewinnen, dann ist die Hoffnung noch mal da», so Jörg Heinrich. Der Abwehrspieler war von Trainer Marcel Koller aussortiert worden, rutscht nun aber wieder in den Kader. «Wenn nicht, ist der Ofen fast aus.»

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