Wolfsburg will Tabellenführung verteidigen
Bayern wollen gegen Werder Revanche

Nach der Champions-League-Gala soll für den FC Bayern München nun die glanzvolle Kür in der Fußball-Bundesliga folgen. "Ich spüre, dass die Mannschaft etwas gutmachen will", sagte Chefcoach Felix Magath vor dem Spitzenspiel am Samstag bei Meister Werder Bremen.

HB DÜSSELDORF. Die 1:3-Heimniederlage vom 8. Mai, mit der die Hanseaten den Titelgewinn perfekt machten, sitzt noch tief. Dennoch haben die Bremer Profis vor den Münchnern, die durch den 4:0- Zauberfußball gegen Ajax Amsterdam neu beflügelt sind, keine Angst. "Es gibt keinen Grund, die Bayern zu fürchten", so Werder-Stürmer Ivan Klasnic, zumal sein Team seit acht Spielen ohne Niederlage gegen die Isar-Truppe ist.

Außerdem hat auch Bremen mit dem 2:1 gegen den FC Valencia in der "Königsklasse" Selbstvertrauen getankt - allerdings 24 Stunden später als der FC Bayern. "Die Bremer haben Kräfte gelassen. Ich denke schon, dass wir im Vorteil sind", meinte Magath, für den die Ajax- Partie der spielerische Durchbruch nach schwierigen Wochen war: "Wir haben unseren Rhythmus gefunden." Und den absoluten Willen, es wieder allen zu zeigen. "Bremen ist amtierender Meister, aber diese Saison sind wir dran", kündigte der Ex-Bremer und heutige Bayern-Stürmer Claudio Pizarro an. Allerdings bangen die Münchner noch um den Einsatz von Michael Ballack, der am Sprunggelenk verletzt ist.

Respekt vor dem Nord-Süd-Gipfel hat Magaths Kollege Thomas Schaaf: "Die kommen nicht zum Kaffeetrinken, die wollen sich beweisen." Dies gilt vor allem für die Stürmer. Dabei trifft Roy Makaay, dem drei Treffer gegen Ajax gelangen, auf Miroslav Klose, der zuletzt einen Hattrick beim VfL Bochum schaffte. "Ich weiß, wer den teureren Sturm hat, und das ist Bayern. Aber ich glaube auch, von der Leistung steht es unentschieden", meinte Bremens Sportdirekter Klaus Allofs.

Im Schatten der Revanche zwischen dem Tabellen-Dritten und - Vierten will der VfL Wolfsburg gegen Borussia Mönchengladbach die Spitze verteidigen. "Wir spinnen nicht und bleiben mit beiden Beinen auf dem Boden", sagte VfL-Stürmer Thomas Brdaric. Zumal die "Wölfe" um den Einsatz ihres angeschlagenen Ideengebers Andres D'Alessandro bangen. Beruhigend ist für die Niedersachsen, dass die Gladbacher nur eines ihrer letzten elf Auswärtsspiele gewonnen haben.

Das gegenteilige Problem könnte Arminia Bielefeld gegen den Tabellen-Zweiten VfB Stuttgart zum Verhängnis werden. Der Aufsteiger wartet seit sechs Partien auf einen Heimerfolg, während sich die Schwaben im UEFA-Cup gegen Ujpest Budapest (4:0) warm geschossen haben. "Wir wollen oben dran bleiben, deshalb müssen wir gewinnen", sagte VfB-Verteidiger Philipp Lahm. Sein Teamkollege Horst Heldt weiß aber auch: "Am Sonntag in Bielefeld ist die Aufgabe viel schwerer."

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