Woods: "Jetzt habe ich wieder eine realistische Chance"
Golf: Goosen gewinnt European Open

US Open-Sieger Retief Goosen hat nur zwei Wochen nach seinem Major-Triumph in USA am Sonntag auch die European Open der Profigolfer in Dublin gewonnen. Tiger Woods taucht wie Phönix aus der Asch auf.

HB DUBILIN/LEMONT/FRANKFURT. Der 35-jährige Südafrikaner setzte sich auf dem Par-72-Kurs im Kildare-Club mit 275 Schlägen (69+66+72+68) gegen die mit je 280 schlaggleichen Australier Peter O'Malley, Richard Green und Lee Westwood (England) durch. Der Düsseldorfer Marcel Siem (290-74+74+70+72) landete als einziger Deutscher in den Finalrunden auf Platz 30, nachdem Tobias Dier (Nürnberg) mit 156 Schlägen den Cut (144) meilenweit verpasst hatte.

Goosen rückte mit seinem 11. Europa-Toursieg 14 Tage vor der 133. British Open in Troon in die Favoritenrolle, die in Schottland auch US-Superstar Tiger Woods bei dem dritten Major des Jahres zugedacht ist. Passend dazu war der Weltranglisterste nach schwachem Start bei der Western Open in Lemont/Illinois wie Phönix aus der Asche in der Spitzengruppe aufgetaucht. Nach der 65er-Runde am Samstag (Ortszeit) verbesserte sich der 28-Jährige dort mit 208 Schlägen vom 50. auf den mit seinen Landsleuten Jim Furyk und Mike Small geteilten 6. Rang.

Goosen übernahm mit der Siegprämie von 550 005 Euro auch Platz 1 in der Europa-Geldrangliste (Order of Merit) mit 1,753 Mio Euro von seinem pausierenden Landsmann Ernie Els (1,269). Der 23-jährige Siem hatte nach den Auftaktrunden schon zu viel Boden verloren, während Goosen am 2. Tag mit dem Platzrekord von 66 Schlägen die Führung übernommen hatte. Siem konnte sich mit 36 700 Prämie auf 400 000 Euro unter die Top 25 verbessern. Dier muss als 242. mit 8872 Euro nach 19 Starts und 16 verfehlten Cuts um die Tourkarte zittern.

Bei dem mit 4,8 Millionen Euro dotierten US PGA-Turnier in Lemont lag Woods vier Schläge hinter den führenden Stephen Ames (204- 67+73+64) aus Trinidad & Tobago und dem Australier Mark Hensby (204- 67+70+67). Dabei hatte Woods am Freitag nur um einen Schlag zum 126. Mal in Serie den Halbzeit-Cut geschafft - ein Rekord fast für die Ewigkeit. Am Samstag halfen dem seit Monaten mit spieltechnischen Problemen kämpfende achtmalige Major-Sieger neun Birdies neben drei Bogeys auf dem schwierigen Par 71-Kurs zum Sprung nach oben.

"Jetzt habe ich wieder eine realistische Chance, das ist alles, was ich vor der Finalrunde erreichen wollte", meinte Woods. Mit einem größeren Schlägerkopf und neuem Grafit-Schaft kann er die Abschläge mit dem Driver besser kontrollieren und auf den Fairways genauer platzieren. Der Sieger kassiert 864 000 Dollar und die besten Drei qualifizieren sich direkt für die British Open.

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