Worldcom entlässt 6 000 Mitarbeiter, Gateway und 3Com revidieren ihre Gewinnprognosen
US-Hightech-Firmen kündigen weitere Massenentlassungen an

Die schlechten Nachrichten von der amerikanischen High-Tech-Front reißen nicht ab: Beim Telekom-Unternehmen Worldcom stehen neue Entlassungen an, Gateway und 3Com korrigieren ihre Gewinnaussichten nach unten.

kk NEW YORK. Insgesamt 6 000 Worldcom-Mitarbeiter sollen nach Medienberichten ihren Platz bei dem zweitgrößten US-Anbieter von Ferngesprächen räumen. Das entspricht 6 bis 7 % der gesamten Belegschaft. Damit fällt der Stellenabbau längst nicht so hoch aus, wie viele erwartet hatten. Zuvor machten Gerüchte die Runde, das Unternehmen aus Clinton/ Mississippi werde mehr als 11 000 seiner weltweit 90 000 Mitarbeiter auf die Straße setzen.

Worldcom hat, wie auch seinen Konkurrenten AT&T und Sprint, in jüngster Zeit vor allem der stärkere Wettbewerb und der damit einhergehende harte Preiskampf bei Ferngesprächen zu schaffen gemacht. Im November hatte das Unternehmen bereits seine Wachstumsprognosen für das Jahr 2001 nach unten revidiert und angekündigt, das Telefongeschäft vom Daten- und Internetgeschäft zu trennen. Im vierten Quartal des vergangenen Jahres war der Gewinn gegenüber dem Vorjahresquartal von 1,3 Mrd. $ auf rund 726 Mill. $ zurückgegangen.

Worldcom - ein Unternehmen, das durch 60 Fusionen über die vergangenen zehn Jahre entstanden ist - hat bisher erst einmal Mitarbeiter entlassen. Grund dafür war die 40-Mrd.- $-Übernahme von MCI Communications vor drei Jahren. Die Entlassungen in diesem Jahr sollen alle Geschäftsbereiche treffen. Der Telekommunikationskonzern Verizon hatte Anfang des Monats ebenfalls Entlassungen angekündigt. Insgesamt 10 000 Mitarbeiter, 5 % der Belegschaft, müssen ihren Platz räumen. Am Mittwoch kündigte auch das Glasfaserunternehmen Corning 825 Entlassungen an.

Die Warnung von 3Com, dass die Gewinne schlechter als erwartet ausfallen werden, kommt nur zwei Tage, nachdem der Netzwerkausrüster die Entlassung von 13 % der Belegschaft oder 1 200 Mitarbeitern angekündigt hat. Mittlerweile rechnet das Unternehmen aus Santa Clara, Kalifornien nur noch mit 625 bis 640 Mill. $ Umsatz im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres. Zuvor hatte 3Com noch einen Umsatz zwischen 725 und 750 Mill. $ vorausgesagt. Der Verlust wird mit mindestens 235 Mill.$ doppelt so hoch liegen wie ursprünglich erwartet. "Die plötzliche und grundlegende Verlangsamung der US-Wirtschaft hat unseren Umsatz und unsere Profitentwicklung stark beeinflusst", erklärte dazu 3Com-Chef Bruce

Auch der PC-Hersteller Gateway korrigierte seine Prognose nach unten. Wegen Abschreibungen in Höhe von 150 bis 275 Mill.$ wird das Unternehmen im ersten Quartal Verluste machen. Ohne dies zu berücksichtigen, werde das Ergebnis dagegen bei plus minus Null liegen. Außerdem hat Gateway den Gewinn für das Jahr 2 000 nachträglich um 74,5 Mill. $ nach unten korrigiert.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%