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Wort-Endspurt: «Geheimratsecken» oder «Kichererbsen»DPA-Datum: 2004-07-21 16:47:48

Berlin (dpa) - Im Endspurt beim Wettbewerb um «Das schönste deutsche Wort» liegen «Geheimratsecken» oder «Kichererbsen» gut im Rennen. Nur noch bis zum 1. August nimmt der Deutsche Sprachrat Vorschläge entgegen. Seit Anfang Mai sind über 16 000 Einsendungen eingegangen, teilte der Sprachrat mit.

Berlin (dpa) - Im Endspurt beim Wettbewerb um «Das schönste deutsche Wort» liegen «Geheimratsecken» oder «Kichererbsen» gut im Rennen. Nur noch bis zum 1. August nimmt der Deutsche Sprachrat Vorschläge entgegen. Seit Anfang Mai sind über 16 000 Einsendungen eingegangen, teilte der Sprachrat mit.

Auf den ersten Blick so unscheinbare Wörter wie «nichtsdestotrotz» gehören ebenso zu den Favoriten wie sehr poetische, humorvolle, tiefsinnige und klangvolle Begriffe. So hat sich der Dramatiker Moritz Rinke für «Sommerfrische» entschieden, denn «bei dem Wort strecken sich die Füße ins Mittelmeer und das Gesicht hebt sich in die Sonne von Capri».

Bundestagspräsident Wolfgang Thierse hat «Erfüllungsmelancholie» zu seinem schönsten Wort erwählt. «Als Kehrseite des Prinzips Hoffnung bezeichnet es den Moment, nachdem eine Hoffnung sich erfüllt hat, man kann das positiv wie negativ wenden... Und man kann daraus lernen: Was uns antreibt und trägt ist die Hoffnung auf Erfüllung, nicht so sehr die Erfüllung selbst.»

In vorderster Linie der Vorschläge liegt auch das Wort «Liebe», dicht gefolgt von «Heimat» und «Glück» sowie «Sehnsucht» und «Vergissmeinnicht». Es folgen «Streicheleinheit», «Frühlingserwachen», «Kinderlachen», «Feierabend» und «Wolkenkuckucksheim». Der Filmregisseur Wolfgang Petersen («Troja») plädierte für «Schweinshaxe», Loriot für «Auslegeware». Die Vorschläge aus dem Ausland reichen von «Ölöfen» («das einzige mir bekannte Wort mit zwei ö») bis «Streichholzschächtelchen».

Ein gutes Drittel der bisherigen 16 000 Einsendungen kommen aus dem Ausland. Die meisten Wortsucher sind Polen, gefolgt von Spaniern, Finnen, Italienern und Bulgaren. Aber auch aus den USA und Brasilien sind zahlreiche Vorschläge eingegangen.

Die Entscheidung der Jury, der unter anderem Jutta Limbach vom Goethe-Institut sowie der Sänger Herbert Grönemeyer und der Schriftsteller Uwe Timm angehören, wird im Rahmen einer Live-Sendung im Fernsehen bekannt gegeben. Außerdem werden die schönsten Wörter nebst Begründung in einem Buch veröffentlicht. Den Gewinnern winken zahlreiche Preise wie zum Beispiel eine Reise für zwei Personen nach Mauritius oder ein Wochenende in einem Berliner Luxushotel - oder ein zwölfbändiges Lexikon.

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