Wotherspoon erlebte sein zweites Debakel
Van Velde holt Gold mit Weltrekord

Der niederländische Eissprinter Gerard van Velde hat am Samstag den haushohen Favoriten Jeremy Wotherspoon geschockt und mit dem fantastischen Weltrekord von 1:07,18 Sekunden über 1000 m sein erstes Olympia-Gold erkämpft. Die Serie von Favoritenstürzen im Utah Olympic Oval fand damit ihre Fortsetzung.

HB/sid/dpa SALT LAKE CITY. Der 30 Jahre alte Außenseiter, der zuvor noch nie eine internationale Medaille gewonnen hatte, setzte sich in 1:07,18 Minuten vor seinem Landsmann Jan Bos (1:07,53) und dem US-Amerikaner Joey Cheek (1:07, 61) durch, die beide ebenfalls noch unter der alten Weltbestmarke des Kanadiers Jeremy Wotherspoon (1:07,72) blieben. Der Sprint-Spezialist aus Heerde trat damit die Nachfolge von Ids Postma an und erkämpfte völlig überraschend das 20. olympische Eisschnelllauf-Gold für die "Oranjes".

Wotherspoon, wie schon über 500 m als großer Favorit ins Rennen gegangen, erlebte sein zweites Debakel. Nach seinem Sturz im kurzen Sprint erlaubte er sich diesmal in der zweiten Kurve einen schweren Patzer, der ihn entscheidend Zeit kostete. In 1:08,37 Minuten landete Wotherpspoon nur auf Rang 13.

Der deutsche Rekordler Michael Künzel aus Berlin landete nach seinem 18. Platz über 500 m erneut unter ferner liefen. Der 28-Jährige belegte in 1:09,64 Minuten Rang 24 und verfehlte seine an gleicher Stätte erzielte nationale Bestmarke von Anfang Dezember um 51 Hundertstelsekunden.

Der Grefrather Christian Breuer und Jan Friesinger aus Inzell nutzten das 1 000-m-Rennen zur Vorbereitung auf ihre Paradedistanz 1 500 m (Dienstag, 21 Uhr MEZ). Der deutsche Meister Breuer verpasste als 30. in 1:10,38 Minuten seine persönliche Bestzeit um zwei Hundertstelsekunden. "Ich wäre gern Bestzeit gelaufen, aber ein grober Patzer in der Außenkurve hat das verhindert. Dennoch eine gute Vorbereitung auf die 1 500 Meter", meinte Breuer. Jan Friesinger startete in einem Laufpaar mit Nagano-Olympiasieger Ids Postma, dem Ex-Freund seiner Schwester Anni. Dabei verbesserte der Inzeller seine persönliche Bestzeit deutlich um 1,57 Sekunden auf 1:10,71 Minuten und belegte damit Rang 34. Postma wurde nach zwischenzeitlichem olympischen Rekord von 1:09,15 Minuten im Endklassement 17.

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