WPP bekräftigt Wachstumsprognosen
Werbekonzern sieht Ende der Branchenkrise

Der weltweit drittgrößte Werbekonzern WPP sieht Anzeichen für ein Ende der bislang schwersten Branchenflaute. Das britische Unternehmen bekräftigte am Freitag zugleich seine Wachstumsprognosen für den krisengeschüttelte Wirtschaftszweig.

Reuters LONDON. "Der Unterschied zwischen jetzt und vor drei Monaten ist, dass wir (damals) dachten, dass sich die Lage stabilisiert hat, und wir jetzt ein geringes Wachstum sehen", sagte WPP-Chef Martin Sorrell am Freitag in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters. Ausblickend fügte er hinzu: "Die meisten Experten sprechen davon, dass die Branche in diesem Jahr stagniert oder leicht wächst und im nächsten Jahr ein Wachstum von drei bis vier Prozent verzeichnet." Sorrell bezeichnete dies als "vernünftige Schätzung zum gegenwärtigen Zeitpunkt".

Einen Schub bei den Werbeausgaben verspricht sich der WPP-Chef im kommenden Jahr insbesondere von den Präsidentenwahlen in den USA, den Olympischen Spielen in Athen und der Fußball-Europameisterschaft. Der Konzern wies für das erste Halbjahr einen Rückgang des Vorsteuergewinns vor Firmenwertabschreibungen und anderen Posten von nahezu fünf Prozent auf 202,9 Mill. Pfund (rund 293 Mill. ?) aus. Analysten hatten das Ergebnis im Schnitt mit 198 Mill. Pfund erwartet. Ohne Berücksichtigung von Firmenzukäufen blieb der Umsatz auf Vorjahresniveau. Im Juli legten die Erlöse aber mehr als zwei Prozent zu.

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