Wrack noch nicht genau geortet
Flugzeugabsturz: Suche nach Vermissten geht weiter

Bei Bremerhaven ist am Donnerstag die Suche nach dem in die Weser gestürzten Flugzeug fortgesetzt worden. Ein für den Vormittag geplanter Tauchgang fand nach Angaben eines Sprechers des Bremerhavener Wasser- und Schifffahrtsamtes bis zum Mittag aber nicht statt. Für die noch immer vermissten sechs Insassen, darunter ein Baby, bestand nach Einschätzung der Branddirektion kaum noch eine Überlebenschance.

ap BREMERHAVEN. Drei weitere Insassen waren am Vortag noch lebend geborgen worden. Zwei davon, beides Männer, starben aber im Krankenhaus oder auf dem Weg dorthin. Der Zustand einer geretteten Frau war am Donnerstag weiterhin kritisch.

Am Morgen waren das mit Sonargeräten ausgestattete stationierte Mehrzweckschiff "Neuwerk" und das Peilboot "Krabbe" des Wasser- und Schifffahrtsamtes ausgelaufen, um die Maschine zu orten. Nach Angaben des Behördensprechers sollten die Taucher daraufhin zwei auffällige Ortungen untersuchen. Die Taucher können nur in der kurzen Zeit zwischen Ebbe und Flut in das Wasser steigen, weil sie sonst von der starken Strömung gefährdet werden.

Auch in der Nacht war vergeblich nach dem Flugzeug gesucht worden. Dabei waren auch Wasserspürhunde aus Hannover eingesetzt worden, die nach Angaben der Polizei Haut- und Haarpartikel im Wasser erschnüffeln können. Zwei Hunde hätten angeschlagen, berichtete der Sprecher des Wasser- und Schifffahrtsamtes. Doch sei an der entsprechenden Stelle weder in der Nacht noch am Morgen etwas gefunden worden.

Die Polizei wollte am Mittag (13 Uhr) auf einer Pressekonferenz zum Fortgang der Sucharbeiten und zu möglichen Ursachen des Absturzes Auskunft geben. Das Flugzeug war am zweiten Weihnachtsfeiertag um 10.15 Uhr von Bremerhaven aus zur Nordseeinsel Wangerooge gestartet und kurz darauf vor Nordenham in die Weser gestürzt. An Bord waren der Pilot und acht Passagiere.

Augenzeugen berichteten laut Radio Bremen, das Flugzeug habe Motorprobleme gehabt und sei beim Aufprall auf die Wasseroberfläche auseinandergebrochen. Es habe keinen Funkverkehr gegeben. Dem Bericht zufolge flog die Maschine im Liniendienst nach Wangerooge. Der Pilot sei sehr erfahren gewesen. Die Wassertemperatur an der Absturzstelle betrug um die drei Grad. Nach Angaben eines Sprechers der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger hatte die gerettete Frau an Bord des Seenotrettungskreuzers verzweifelt nach ihrem Kind gerufen.

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