Wressnigg wechselt in den Aufsichtsrat
Neuer Chef für Siemens-Automobiltechnik

Die zuletzt defizitäre Siemens-Automobiltechnik bekommt einen neuen Chef. Der Bereichsvorsitzende Franz Wressnigg wechsle in den Aufsichtsrat, teilte die Siemens AG (Berlin/München) mit.

dpa MÜNCHEN. Der Nachfolger komme von außerhalb des Siemens-Konzerns und solle in Kürze vorgestellt werden. Die Siemens VDO Automotive AG hatte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2000/01 (30. September) vor Steuern, Zinsen und Firmenwertabschreibungen einen Verlust von 261 Mill. Euro erzielt. Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres kam der Bereich aber wieder nahe an die Gewinnschwelle heran.

Wressnigg stand seit 1993 an der Spitze des Bereichs, der nach der Übernahme der Mannesmann-Industriesparte Atecs mit der Mannesmann VDO zusammengelegt wurde. Siemens-Chef Heinrich von Pierer sagte laut Mitteilung, Wressnigg habe den Bereich in eine weltweit führende Position gebracht. Eine Siemens-Sprecherin meinte, der Wechsel erfolge "zu einem natürlichen Zeitpunkt". Wressnigg ist 58 Jahre alt.

Siemens VDO hat ein schwieriges Jahr hinter sich. Zwar steigerte der Bereich wegen des Zukaufs seinen Umsatz im vergangenen Geschäftsjahr von 3,8 auf 5,7 Mrd. Euro. Die Integration gestaltete sich nicht einfach, hinzu kam die Branchenflaute. Pierer betonte aber bei der Vorlage der Bilanz: "Das ändert nichts daran, dass der Zusammenschluss Siemens/VDO richtig war und hier Wert geschaffen wird." Zuletzt wurde allerdings über atmosphärische Spannungen zwischen Wressnigg und dem zuständigen Zentralvorstand Edward Krubasik spekuliert.

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