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WTO-Beratungen über Liberalisierung des Welthandels in heißer Phase

(dpa-AFX) Genf - Die Beratungen der Welthandelsorganisation (WTO) über eine Grundsatzentscheidung für eine weitere Liberalisierung des internationalen Warenaustausches sind am Freitag in Genf in die entscheidende Phase gegangen. Mit Spannung wurde erwartet, ob die 147 WTO-Mitglieder die selbst gesetzte Frist am Freitag um Mitternacht für die Billigung eines Rahmenvertrags einhielten.

(dpa-AFX) Genf - Die Beratungen der Welthandelsorganisation (WTO) über eine Grundsatzentscheidung für eine weitere Liberalisierung des internationalen Warenaustausches sind am Freitag in Genf in die entscheidende Phase gegangen. Mit Spannung wurde erwartet, ob die 147 WTO-Mitglieder die selbst gesetzte Frist am Freitag um Mitternacht für die Billigung eines Rahmenvertrags einhielten.

Sie sollen über eine Zwischenvereinbarung entscheiden, die die Eckpunkte für weitere Detailverhandlungen festlegt. Ein weiterer Fehlschlag nach der im vorigen Herbst in Cancun (Mexiko) gescheiterten WTO-Ministerkonferenz würde alle Bemühungen um die Beseitigung von Handelshemmnissen für lange Zeit blockieren, hieß es. Dagegen könnte eine Einigung die 2001 in Doha (Katar) begonnene Welthandelsrunde wiederbeleben.

Abschaffung DER Agrasubventionen

Die Konferenzteilnehmer haben über einen Textentwurf von WTO-Generaldirektor Supachai Panitchpakdi und WTO - Generalratspräsident Shotaro Oshima zu entscheiden. In dem Papier geht es vor allem um die Abschaffung der Agrarexportsubventionen in den Industrieländern sowie Richtlinien für den weltweiten Abbau von Hemmnissen beim Austausch von Industrieprodukten und Dienstleistungen.

Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) zeigte sich auch am Freitag in Genf optimistisch, dass der Verhandlungsmarathon zu einer Einigung führen werde. "Eine weitere Etappe auf dem Weg der Doha-Runde wäre ein positives Signal für die Weltwirtschaft und die ärmeren Länder", sagte er. Zugleich warnte er jedoch: "Es gibt noch eine Reihe von schwierigen Fragen."

Clement hatte am Morgen an einem Sondertreffen der Wirtschaftsminister der Europäischen Union (EU) in Genf teilgenommen, die sich bereits am vergangenen Montag in Brüssel auf eine gemeinsame Position verständigt hatten. Im Namen der 25 EU-Staaten verhandeln die EU-Kommissare Pascal Lamy (Handel) und Franz Fischler (Agrar). Beim umstrittenen Kapitel Landwirtschaft war schon zuvor unter den fünf großen Agrarexporteuren USA, EU, Brasilien, Indien und Australien eine vorläufige Einigung erzielt worden. Andere Länder kritisierten diesen Alleingang./

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