"Wünschen Stabilität in der Region"
Syrien will mit USA kooperieren

Die Beziehungen zu Amerika seien besser als ihr Ruf, sagte eine Regierungssprecherin. Die verlangte Schließung von Büros extremistischer Palästinerser lehnt das Land aber ab.

rtr DAMASKUS. Syrien hat sich am Mittwoch im Interesse des irakischen Volkes zur Kooperation mit den USA bereit erklärt. Die US-Forderung nach Schließung von Büros extremistischer Palästinensergruppen wies das Land aber zurück.

"Syrien wird immer in Angelegenheiten kooperieren, die den Interessen des irakischen Volkes dienen", sagte eine Sprecherin des syrischen Außenministeriums. Das Land wünsche sich Stabilität und Sicherheit in der Region, wolle aber die volle Wiederherstellung arabischer Rechte. Bei den Büros der Palästinensergruppen Hamas und Islamischer Dschihad in Damaskus handele es sich um Pressebüros. "Sie haben nur das Recht auf freie Meinungsäußerung, das soweit ich weiß auch in den Vereinigten Staaten garantiert ist", sagte die Sprecherin.

Die USA haben Syrien auf ihre Liste der Staaten gesetzt, die nach US-Einschätzung den Terrorismus unterstützen. Syrien hat dies zurückgewiesen, ebenso wie den Vorwurf, es entwickele chemische Waffen. US-Außenminister Colin Powell hatte am Montag erklärt, die USA prüften diplomatische und wirtschaftliche Sanktionen gegen Syrien. Die USA werfen der Regierung in Damaskus zudem vor, sie habe Mitgliedern der gestürzten irakischen Führung Unterschlupf gewährt. Auch dies hat Syrien bestritten.

Die Beziehungen zwischen Syrien und den USA seien besser als Medienberichte den Anschein machten, sagte die Sprecherin des syrischen Außenministeriums. "Die Tür ist nicht zu. Wir sind im Gespräch. Der amerikanische Botschafter trifft unseren Vizeaußenminister alle zwei Tage - der Dialog ist im Gange", sagte sie. Powell habe in der Vergangenheit Syrien besucht und sei weiterhin sehr willkommen.

"Die syrische Regierung ist bereit, ein Abkommen unter UNO-Aufsicht zu unterzeichnen, mit dem der gesamte Nahe Osten eine Zone frei von Massenvernichtungswaffen wird", sagte der syrische Außenminister Faruk el Schara im australischen Fernsehen. Einen entsprechenden Entwurf legte Syrien am Mittwoch dem UNO-Sicherheitsrat in New York vor.

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