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Wulff hält Einstieg von Abu Dhabi bei VW nach wie vor für möglich

Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) hält einen Einstieg der Vereinigten Arabischen Emirate beim Autobauer Volkswagen nach wie vor für möglich. Auch nach dem Scheitern der Gespräche mit dem Emirat Abu Dhabi gebe es weiter die Hoffnung, dass es zu einer Intensivierung der Kontakte "auch auf Ebene als Aktionär" kommen könnte, sagte Wulff am Donnerstag in Hannover.

dpa-afx HANNOVER. Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) hält einen Einstieg der Vereinigten Arabischen Emirate beim Autobauer Volkswagen nach wie vor für möglich. Auch nach dem Scheitern der Gespräche mit dem Emirat Abu Dhabi gebe es weiter die Hoffnung, dass es zu einer Intensivierung der Kontakte "auch auf Ebene als Aktionär" kommen könnte, sagte Wulff am Donnerstag in Hannover.

VW hatte am Mittwoch mitgeteilt, dass die Gespräche über eine Beteiligung geplatzt seien, weil man sich nicht über den Kaufpreis des Aktienpakets einigen konnte. Das Land Niedersachsen ist der größte Einzelaktionär bei Volkswagen.

'Scheitern ZU Verkraften'

VW-Aufsichtsratsmitglied Wulff sagte, VW könne es verkraften, dass der Einstieg von Abu Dhabi bei dem Wolfsburger Autobauer vorerst gescheitert sei. "Unter dem Strich ist das Scheitern zu verkraften, weil es eingeplant war", sagte Wulff. VW wollte mit dem Erlös seine 50-prozentige Beteiligung bei der Übernahme der niederländischen Leasinggesellschaft Leaseplan finanzieren. Volkswagen bezahlt den Erwerb der Beteiligung an Leaseplan in Höhe von einer Milliarde Euro nun aus dem laufenden Geschäft.

Wulff sagte zudem, das VW-Gesetz habe bei den Gesprächen mit Abu Dhabi keine Rolle gespielt und sei auch nicht der Grund, warum das Emirat nun nicht Aktionär werde. Das Interesse an der VW-Aktie sei im Ausland ungebrochen stark. "Das sieht man unter anderem daran, dass die Firma Brandes in den Vereinigten Staaten ihren Anteil gerade von sechs auf über 10 % gesteigert hat."

Die US-Investmentfirma Brandes Investment Partners ist seit Mitte Juli neuer zweitgrößter Aktionär bei Volkswagen mit 10,65 %. Das Land Niedersachsen hält 18 %. Die Brüsseler EU-Kommission will das VW-Gesetz kippen, weil es den Stimmrechtsanteil von VW-Anteilseignern auf 20 % begrenzt.

Joint Venture IM Emirat Geplant

VW und Abu Dhabi hatten sich erst vor wenigen Tagen darauf geeinigt, ein Unternehmen zur Fertigung von Autoteilen sowie zur Montage von Lastwagen in dem Emirat zu gründen. Die Investitionen in Höhe von umgerechnet rund 1,2 Mrd. ? sollen von lokalen Partnern aufgebracht werden. Gemeinsam mit dem Staat Abu Dhabi und Investoren sei eine Gesellschaft zur Ansiedlung von Zulieferbetrieben gegründet worden, hatte VW mitgeteilt.

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