Wundenlecken nach der Wahl
Forderung nach Haider-Rückzug in der FPÖ

In Österreich ist erstmals innerhalb der Freiheitlichen (FPÖ) offen der Rückzug des Rechtspopulisten Jörg Haider verlangt worden.

HB/dpa WIEN. Nach dem Wahldebakel der FPÖ bei der Parlamentswahl am Sonntag müsse Haider als bisheriger Starker Mann der Partei endgültig Abschied von der Politik nehmen, forderte der frühere FPÖ-Fraktionschef Peter Westenthaler am Montag in Wien. Es müsse einen "Neustart" der Partei ohne den radikalen Haider-Flügel geben. "Er selber sollte erkennen, dass seine Zeit vorbei ist. Die Nach-Haider-Ära muss jetzt beginnen." Die FPÖ war von knapp 27 % bei der Wahl 1999 auf 10,2 % am Sonntag abgesackt.

Haider selbst war kurz vor einer Präsidiumssitzung der FPÖ in Wien am Montagmittag erstmals seit der Wahl wieder in der Öffentlichkeit aufgetaucht. Er wollte jedoch keinen Kommentar zum FPÖ-Absturz abgeben. Der Vorarlberger FPÖ-Chef Hubert Gorbach, der ebenfalls an den Beratungen der FPÖ-Führung teilnahm, kann sich nach eigener Darstellung sogar die Rückkehr der von Haider abgesetzten FPÖ - Vorsitzenden und Vizekanzlerin Susanne Riess-Passer vorstellen. Die Politikerin hatte den Machtkampf mit Haider verloren und war zurückgetreten.

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