"Wurfattacke" in Aachen mit Nachspiel
Nürnberg protestiert gegen Wertung des Spiels in Aachen

Gegen die Wertung des Zweitligaspiels bei Alemannia Aachen wird der 1. FC Nürnberg Einspruch einlegen. Mit dieser Entscheidung will Nürnberg die Aufhebung des Ergebnisses und die Wiederholung der Partie auf neutralem Platz erreichen. Grund für die Entscheidung ist die Wurfattacke gegen Nürnbergs Trainer Wolfgang Wolf, bei der Wolf verletzt wurde.

HB AACHEN. Die 0:1-Niederlage sei wegen der Wurfattacke gegen "Club"-Trainer Wolfang Wolf irregulär zu Stande gekommen und könne deshalb keinen Bestand haben, teilte der Club mit.

Unterdessen hat die Alemannia einen Tag nach dem Spiel Sofortmaßnahmen angekündigt, die zukünftig die Sicherheit im Stadion gewährleisten sollen. So werden die Trainerbänke auf die andere Spielfeldseite versetzt, im Bereich der überdachten Stehplatztribüne sollen Fangzäune installiert werden. Die Besucher dieser Tribüne sollen in Zukunft noch intensiver nach Wurfgeschossen untersucht werden. Dies teilte Aachens Präsident Horst Heinrichs am Dienstag mit. Außerdem hat der Verein Strafanzeige gegen unbekannt erstattet.

Beide Clubs erhielten am Dienstag den Bericht des Schiedsrichters Mike Pickel (Mendig) und können bis Ende der Woche eine Stellungnahme abgeben. "Sowohl der Kontrollausschuss als auch das Sportgericht tendieren auf Grund des komplizierten Sachverhalts dazu, in der kommenden Woche eine mündliche Verhandlung einzuberufen", erklärte DFB-Pressesprecher Harald Stenger. Der Strafenkatalog reicht dabei von einer Geldbuße bis zu einer Platzsperre.

"Man hätte das Spiel abbrechen müssen"

Alemannia hat sich in einem Brief an Nürnbergs Trainer Wolfgang Wolf für die Vorfälle entschuldigt. Der Verein hat zudem eine Spende von 5000 Euro angeboten, die Wolf an eine gemeinnützige Einrichtung in Nürnberg überweisen könne. Der FC-Chefcoach konnte am Tag nach dem Spiel das Training nicht leiten und wurde zunächst für zwei Tage krankgeschrieben. Er klage weiter über starke Kopfschmerzen und habe eine große Beule am Hinterkopf davongetragen, berichtete Haltermann. Wolf war nach dem Platzverweis für Aachens Stürmer Erik Meijer in der 71. Minute und den anschließenden tumultartigen Szenen von einem Gegenstand aus dem Aachener Fan-Block am Hinterkopf getroffen worden.

"Man hätte dieses Spiel abbrechen müssen", meinte Nürnbergs Präsident Michael A. Roth, "wenn so etwas Schule macht, muss man um sein Leben fürchten." Aufsichtsratsmitglied Söder forderte ein hartes Durchgreifen des DFB und eine harte Strafe gegen die Aachener. "Das Verhalten einiger Aachener Zuschauer ist nicht hinnehmbar. Damit wird die Bundesliga europaweit in Verruf gebracht", sagte der CSU - Politiker. "Ein paar Bekloppte, Verrückte, Idioten haben den heutigen Abend kaputt gemacht", sagte Aachens Trainer Jörg Berger. Es sei aber nicht so, dass "alle vierzehn Tage am Tivoli Randale" gemacht werde.

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