Wurm befällt Symbian-Handys
Virenalarm für Mobiltelefone

Fachleute rechneten schon seit einiger Zeit damit, dass auch mobile Geräte Opfer von Virenangriffen werden. Jetzt ist ein Wurm für Mobiltelefone aufgetaucht.

hiz DÜSSELDORF. Die Antiviren-Spezialisten der Kaspersky Labs warnen vor dem Wurm "Cabir", der sich über mobile Netzwerke verbreitet und mobile Geräte mit dem Symbian-Betriebssystem befällt. Das Symbian-OS wird zum Beispiel in zahlreichen Mobiltelefonen von Nokia eingesetzt. Daneben kann "Cabir" aber auch Geräte anderer Hersteller befallen, die das Betriebssystem einsetzen.

Die Spezialisten vermuten, dass der Wurm von einer Person mit dem Pseudonym "Vallez" entwickelt wurde. Dieser Deckname wird von einer Virenschreiber-Gruppe verwendet, die als "29a" bekannt ist. Sie hat sich auf die Entwicklung von sogenannten "proof-of-concept"-Viren spezialisiert, die exemplarisch die Machbarkeit eines Angriffs demonstrieren, ohne aber wirklichen Schaden anzurichten.

Die Analysen des Quellcodes zeigen, dass "Cabir" über eine SIS-Datei, eine Symbian OS Distributions-Datei, verbreitet wird. SIS-Dateien werden in der Regel zur Installation von Zusatzprogrammen benutzt. Die Datei wird vom Handy-System als "Security Manager"-Dienstprogramm identifiziert. Wird die infizierte Datei ausgeführt, zeigt das Display des Mobiltelefons den Text "Caribe".

Der Schädling wird bei jedem Einschalten des Telefons erneut aktiviert. "Cabir" weist dabei alle Eigenschaften eines Wurms auf. Er sucht selbstständig nach erreichbaren Mobiltelefonen, die Bluetooth eingeschaltet haben und sendet eine Kopie von sich selbst an das erste gefundene Gerät. Bisher konnte im Programmcode keine bösartigen Routinen gefunden werden, die Passwörter ausspionieren oder Daten zerstören.

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