Wut über die Beendigung ihres Schulverhältnisses
Ex-Schülerin wegen Brandstiftung vor Gericht

Weil sie ihre frühere Schule in Brand gesteckt haben soll, steht eine jetzt 20-jährige Frau aus Weimar seit Mittwoch vor der Jugendkammer des Landgerichts Erfurt.

wiwo/ap ERFURT. Ihr werden versuchter Mord, besonders schwere Brandstiftung, gefährliche Körperverletzung, Diebstahl, Betrug und Urkundenfälschung zur Last gelegt.

Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft soll die Angeklagte aus Wut über die Beendigung ihres Schulverhältnisses am Morgen des 20. Dezember 2001 nach Schulbeginn im Foyer, im zweiten Obergeschoss und in den Damentoiletten des Hoffmann-von-Fallersleben-Gymnasiums in Weimar Feuer gelegt haben. Dabei soll sie laut Anklageschrift den Tod der 446 Schüler und Lehrer billigend in Kauf genommen haben.

Mehrere Schüler hatten damals leichte Rauchgasvergiftungen erlitten; der Sachschaden war auf rund 750 000 Euro geschätzt worden. Die Angeklagte muss sich auch wegen mehrfachen Diebstahls und Betruges verantworten. Unter anderem soll sie 800 Mark Bargeld und eine EC-Karte aus einer Kindertagesstätte gestohlen haben.

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