Wyser-Pratte fordert Übernahmeangebot
Mobilcom: Wyser-Pratte fordert Übernahmeangebot

US-Investor Guy Wyser-Pratte fordert ein Übernahmeangebot für Mobilcom-Aktionäre.

Mister Wyser-Pratte, halten Sie immer noch 1,1 Prozent an Mobilcom?

Ja, natürlich.

Damit sind Sie vermutlich größter außenstehender Aktionär. Es sieht jetzt danch aus, dass Gründer Gerhard Schmid seine 49 Prozent an vier Banken verkauft und diese das Paket in drei Jahren über Optionen an France Télécom weiterreichen. Können Sie das akzeptieren?

Nein. Ich fordere ein Übernahmeangebot. Kauf- und Verkaufsoptionen wären der klarste Beweis für eine konzertierte Aktion, für gemeinsames Handeln. Das neue deutsche Übernahmerecht würde entweder die Banken oder France Télékom zwingen, auf die Minderheitsaktionäre Rücksicht zu nehmen. Die deutsche Wertpapieraufsicht wird dies sehr sorgfältig beobachten.

Was macht Sie da so sicher?

Deutsche Aktionäre haben zuletzt wegen geradezu lachhafter Verhaltensweisen von Unternehmen viel Geld verloren. Die Aufsicht kann nicht immer nur zuschauen.

Was können Sie, was können Anleger tun?

Sie können sich bei den Behörden beschweren. Wir jedenfalls stehen mit denen in Kontakt.

Wie hoch muss die Abfindung sein?

Wir wollen mindestens so viel, wie Herr Schmid bekommt.

Also 22 Euro. Vor kurzem haben Sie noch 200 Euro gefordert. Ein schlechter Scherz?

Nein. Die Forderung ist gut zu begründen.

Wie?

Das Verhalten von France Télécom zeigt, dass sie Mobilcom faktisch kontrollieren. Wenn das heute so ist, dann war das auch im Jahr 2000 schon so, als sie ihren Anteil an Mobilcom kauften.

2000 kostete die Aktie bis zu 199 Euro...

Wenn man der France Télécom nachweisen könnte, dass sie Mobilcom schon damals beherrschten, schulden sie jedem Aktionär 200 Euro pro Aktie.

Quelle: WirtschaftsWoche

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